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Medizin & Technik
  • Identitätsdiebstahl und Co. als Risiko für Kliniken

    Identitätsdiebstahl ist eine Gefahr, von der auch Klinken zunehmend betroffen sind. Warum außerdem die digitale Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen und der KI-Einsatz die Angriffsfläche für Cyberkriminelle vergrößern, erläutert Olaf Milde, Manager Solutions Engineering Central Europe bei Imprivata, in seinem Gastbeitrag. Gastbeitrag von Olaf Milde Krankenhäuser gelten heute als besonders attraktive Ziele für Angreifer: Sie verarbeiten hochsensible Patientendaten, betreiben komplexe IT-Infrastrukturen und sind gleichzeitig auf eine jederzeit funktionierende IT angewiesen. Cyber-Erpresser nutzen aus, dass ein Ausfall digitaler Systeme unmittelbare Auswirkungen auf die medizinische Versorgung haben kann. Das Risiko einer erfolgreichen Attacke lässt sich deutlich verringern, wenn Benutzerkonten und digitale Identitäten besser gesichert und verwaltet werden. Aktuelle Zahlen zeigen, wie stark der Gesundheitssektor bereits betroffen ist. Laut einer Studie im Auftrag eines britischen IT-Sicherheitsunternehmens waren weltweit rund zwei Drittel der Gesundheitseinrichtungen im Jahr 2024 von Ransomware-Angriffen betroffen. In Deutschland registrierten Behörden in den vergangenen Jahren zahlreiche Cybervorfälle in Krankenhäusern. Laut der Krankenhaus-Studie 2025 der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und des Deutschen Krankenhausinstituts waren rund 20 Prozent der Krankenhäuser in den letzten drei Jahren von meldepflichtigen Cybervorfällen betroffen. Auch gemäß BSI-Lagebericht 2025 kamen meisten meldepflichtigen IT-Störungen von KRITIS-Unternehmen aus dem Gesundheitswesen mit 155, gefolgt von 153 im Energiesektor und 150 in Transport und Verkehr.  Angriffe auf Kliniken nehmen zu Wie gravierend die Folgen solcher Angriffe sein können, zeigt ganz aktuell der Cyberangriff auf die BDH-Klink Greifswald im Februar dieses Jahres. Teile der IT- und Kommunikationsinfrastruktur fielen aus, weshalb betroffene Systeme sofort isoliert wurden. Die Klinik aktivierte Notfallprozesse und stellte viele Arbeitsabläufe vorübergehend von digital auf Papier um.  Im Juli 2025 wurde ein weiterer deutscher Klinikbetreiber Ziel eines Cyberangriffs auf seine IT-Systeme. Dadurch kam es in vielen seiner deutschen Einrichtungen zu IT-Ausfällen und Störungen digitaler Dienste, was den Klinikbetrieb zeitweise erschwerte. Später stellte sich heraus, dass die Angreifer teilweise Zugriff auf personenbezogene Daten von Patienten und Mitarbeitern hatten.  Benutzerkonten und KI-Agenten als Einfallstor für Cyberattacken Der Erfolg vieler Angriffe auf die IT ist dabei immer weniger auf technischen Sicherheitslücken zurückzuführen. Cyberkriminelle nutzen zunehmend kompromittierte Benutzerkonten, gestohlene Zugangsdaten oder falsch konfigurierte Zugriffsrechte. Gerade in komplexen IT-Landschaften von Krankenhäusern entstehen dadurch neue Risiken. Mit jedem Mitarbeiter, mit jedem externen Dienstleister und mit jedem Gerät wächst die Zahl der digitalen Identitäten, die die Krankenhaus-IT verwalten muss. Neben Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Verwaltung greifen auch externe IT-Dienstleister, Medizintechnikhersteller, Forschungspartner oder temporäre Mitarbeitende auf unterschiedliche Systeme zu. Gleichzeitig entstehen zahlreiche Schnittstellen zwischen Krankenhausinformationssystemen, Fachanwendungen, Medizingeräten und Cloud-Diensten. Ein neues Risiko sowohl in Gesundheitsorganisationen als auch in Unternehmen aller anderen Branchen stellen KI-Agenten dar. Viele Organisationen, auch Krankenhäuser, prüfen derzeit, wie sie KI nutzen können, unter anderem zur Automatisierung von Aufgaben. Im Gesundheitswesen birgt dies ein potenzielles Risiko für die Sicherheit und Privatsphäre der Patienten. Daher müssen KI-Agenten genauso strikt und präzise verwaltet werden wie menschliche Identitäten. Identitätsdiebstahl ist Einfallstor für Cyberkriminelle Das erhöht die Risiken für Angriffe durch Identitätsdiebstahl deutlich. In vielen Kliniken existieren tausende Benutzerkonten mit unterschiedlichen Rollen und Berechtigungen. Häufig fehlt jedoch eine vollständige Transparenz darüber, welche Identitäten auf welche Systeme zugreifen können. Werden Zugriffsrechte nicht regelmäßig überprüft oder Konten nach Personalwechseln oder Wartungsarbeiten Externer nicht deaktiviert, entstehen sogenannte „verwaiste Accounts“ . Sie sind ein häufig genutzter Einstiegspunkt für Angreifer. Zudem führt die Vielzahl medizinischer IT-Systeme häufig dazu, dass Mitarbeitende im Laufe der Zeit immer mehr Zugriffsrechte erhalten, ohne dass diese wieder reduziert werden. Dieses Phänomen, bekannt als „Privilege Creep“, erhöht das Risiko, dass ein kompromittiertes Benutzerkonto Zugriff auf besonders kritische Systeme erhält.  IAM als Erfolgsfaktor der IT-Security im Gesundheitswesen  Strategien des Identity- und Access-Managements (IAM) gewinnen daher zunehmend an Bedeutung für die IT-Sicherheit im Gesundheitswesen. IAM-Systeme ermöglichen eine zentrale Verwaltung digitaler Identitäten, eine strukturierte Vergabe von Zugriffsrechten sowie eine kontinuierliche Kontrolle darüber, wer wann auf welche Systeme zugreifen darf. Ergänzende Maßnahmen wie rollenbasierte Zugriffskonzepte, automatisierte Benutzerverwaltung oder Mehrfaktor-Authentifizierung können helfen, Sicherheitsrisiken deutlich zu reduzieren.  Gleichzeitig kann der Komfort für die Mitarbeitenden gesteigert werden, wenn durch die Einführung von Enterprise Access Management passwortlose Zugangsverfahren eingeführt werden können. Nach der einmaligen Anmeldung und Authentifizierung können Mitarbeitende im Gesundheitswesen dann an jedem Endgerät über den NFC in ihrem Mitarbeiter-Badge freigeschaltet werden.  Regulatorische Anforderungen gestiegen Die Relevanz des Themas wächst auch durch regulatorische Anforderungen. Viele Krankenhäuser zählen zur kritischen Infrastruktur und unterliegen den strengen Sicherheitsvorgaben, etwa im Rahmen des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 oder der europäischen NIS-2-Richtlinie. Beide Regelwerke verlangen unter anderem ein strukturiertes Risikomanagement und verbesserte Maßnahmen zur Zugriffskontrolle. Es stellt sich daher eine zentrale Frage der Klinik-Digitalisierung: Wie können Krankenhäuser ihre IT-Systeme weiter öffnen und digital vernetzen, ohne gleichzeitig neue Sicherheitsrisiken zu schaffen? Moderne Identity- und Access-Management-Strategien spielen dabei die entscheidende Rolle, die wachsende Angriffsfläche digitaler Krankenhausinfrastrukturen wirksam zu kontrollieren und Cyberattacken durch gekaperte Accounts auszuschließen. Olaf Milde, Manager Solutions Engineering Central Europe bei Imprivata. Foto: Imprivata

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  • BSI kritisiert IT-Sicherheit von Software im Gesundheitswesen

    Bei vielen im Gesundheitswesen eingesetzten Software-Lösungen gibt es Mängel bei der IT-Sicherheit. Probleme bereitet unter anderem die Verwendung veralteter und daher unsicherer Verschlüsselungsalgorithmen.

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  • Wie Krankenhäuser ihre digitalen Abwehrkräfte stärken

    Krankenhäuser gehören zu den beliebtesten Zielen von Cyberkriminellen. Daher sind IT-Sicherheit und Cyberresilienz für sie wichtig. Wie sich die Kliniken auf Bedrohungen vorbereiten und dafür sorgen können, dass die Patientenversorgung auch nach einem Angriff sichergestellt ist, erläutert Dr.-Ing. Marten Neubauer, Field Director Healthcare bei Dell Technologies in Deutschland, in seinem Gastbeitrag. Gastbeitrag von Dr.-Ing. Marten Neubauer Die Bedrohungslage für Krankenhäuser hat sich zuletzt deutlich verschärft. Cyberkriminelle nutzen KI, um ihre Phishing-Mails und Deepfakes überzeugender zu gestalten und um Schadprogramme kontinuierlich zu verändern, sodass Sicherheitssysteme sie nur noch schwer erkennen. Zudem kopieren sie bei Ransomware-Angriffen vor der Verschlüsselung die wichtigsten Daten, damit sie den Druck erhöhen und mit einer Veröffentlichung drohen können, sollte das geforderte Lösegeld nicht gezahlt werden. Überdies nehmen sie verstärkt auch die Lieferketten von Krankenhäusern ins Visier und attackieren etwa Labordienstleister.  Da Krankenhäuser in der Vergangenheit eher in die medizinische Versorgung als in IT-Sicherheit investiert haben, sind sie oft sehr verwundbar – was auch Medienberichte über erfolgreiche Attacken immer wieder unterstreichen. Daher müssen sie nun dringend ihre IT-Sicherheit verbessern und resilienter werden, zumal regulatorische Vorgaben wie DSGVO, KRITIS-Verordnung und NIS2 sie dazu verpflichten. Endgeräte schützen und Risiken minimieren Schon grundlegende Maßnahmen wie das schnelle Einspielen von Updates und Patches kann die Angriffsfläche erheblich reduzieren, sind nicht geschlossene Sicherheitslücken doch ein typisches Einfallstor für Cyberkriminelle. Da Krankenhäuser eine Vielzahl an Endgeräten und IT-Systemen betreiben, ist das allerdings keine leichte Aufgabe – insbesondere, weil viele Geräte eigene Management-Lösungen mitbringen oder sich einer zentralen Verwaltung entziehen. Hinzu kommt gerade bei älteren Systemen oft, dass zeitgemäße Sicherheitsfunktionen fehlen und keine sicherheitsrelevanten Aktualisierungen mehr bereitgestellt werden. Die Einführung eines zentralen Endpoint Managements erlaubt es, Endgeräte über eine einheitliche Oberfläche zu überwachen, zu konfigurieren und zu schützen. Krankenhäuser können Sicherheitsrichtlinien und Updates komfortabel planen und ausrollen, sodass Sicherheitslücken nicht mehr so lange offenstehen. Für Altsysteme und Systeme, die keine zentrale Verwaltung unterstützen, sind zusätzliche Maßnahmen notwendig. Eine Isolierung in geschützten Netzwerkbereichen sorgt dafür, dass nur noch bestimmte Verbindungen von und zu den Geräten aufgebaut werden können. Ein umfassendes Monitoring mit verhaltensbasierter Bedrohungserkennung zeigt darüber hinaus ungewöhnliche Aktivitäten auf und liefert Hinweise auf eine mögliche Kompromittierung. Die Einrichtung separater Netzwerkbereiche für verschiedene Geräte, Micro-Segmentierung genannt, ist dann auch schon der erste Schritt in Richtung Zero Trust. Dabei handelt es sich um ein Security-Konzept, das Risiken minimiert, indem Nutzer, Geräte und Anwendungen nur mit minimalen Rechten ausgestattet werden (Least Privilege) und zusätzliche Berechtigungen nur kurzzeitig bei Bedarf erhalten (Just in Time). Sämtliche Zugriffe, darunter auch die in andere Netzwerksegmente, werden streng und konsequent überprüft. Die Umsetzung erfolgt unter anderem mit IAM-Lösungen (Identity and Access Management), die die Vergabe von Berechtigungen steuern und rollenbasierte Zugriffskontrollen durchsetzen.  Dr.-Ing. Marten Neubauer, Field Director Healthcare bei Dell Technologies in Deutschland. Foto: Dell Angriffe erkennen und abwehren Häufig fehlt es Krankenhäusern an Tools, um Angriffe frühzeitig zu erkennen. Dadurch haben Cyberkriminelle viel Zeit, weitere Systeme zu infiltrieren, sodass die Schäden deutlich größer sind, als sie sein müssten. Lösungen für Detection and Response ermöglichen eine Bedrohungserkennung schon in den frühen Angriffsphasen, da sie Status- und Aktivitätsinformationen von Systemen zusammentragen, mit Kontext anreichern und analysieren. So ergibt sich ein umfassendes Lagebild, in dem auch vorbereitende Aktionen sichtbar werden, die klassischen Sicherheitstools entgehen. Idealerweise konzentrieren sich die entsprechenden Lösungen nicht nur auf die Endpoints (Endpoint Detection and Response, EDR), sondern berücksichtigen auch Informationen von Security-Systemen, Netzwerkkomponenten und Cloud-Plattformen (Extended Detection and Response, XDR). Der Betrieb solcher Lösungen und die Reaktion auf erkannte Sicherheitsvorfälle erfordert jedoch umfangreiches Spezialwissen, das Krankenhäusern in der Regel fehlt und kostenintensiv ist, da die entsprechenden Experten rund um die Uhr verfügbar sein müssen. Denn Cyberkriminelle nehmen keine Rücksicht auf Arbeitszeiten und legen Angriffe sogar gezielt auf Wochenenden oder Feiertage, weil Security-Abteilungen dann nicht oder nur schwach besetzt sind. Daher ist es meist sinnvoll, auf Managed Detection and Response (MDR) zu setzen. Hier kümmern sich professionelle Dienstleister um die Überwachung der Infrastruktur, untersuchen mögliche Bedrohungen und leiten im Ernstfall umgehend Gegenmaßnahmen ein.  Krankenhausbetrieb wieder aufnehmen Für einen Notbetrieb unmittelbar nach einem erfolgreichen Angriff muss als Erstes der Zugriff auf Patientenakten wiederhergestellt werden. Früher druckte man diese regelmäßig aus, um im Ernstfall mit Papier weiterarbeiten zu können. Heute lassen sich Kopien der Dokumente besser auf externen Servern oder bei Cloud-Anbietern ablegen – der Zugriff darauf ist mit Mobilgeräten über mobile Datenverbindungen möglich, selbst wenn das interne Netzwerk infolge des Angriffs ausgefallen ist.  Die Wiederherstellung der Systeme erfolgt dann aus Backups. Diese müssen im Vorfeld regelmäßig auf Integrität und Funktion hin getestet werden, damit sie sich bei Bedarf auch wirklich einspielen lassen. Gute Lösungen für Data Protection können diese Aufgabe automatisieren. Da Cyberkriminelle meist gezielt nach Backups suchen, um sie unbrauchbar zu machen, sollten sie auf unveränderlichen Speichern abgelegt werden. Besonders wichtige Daten gehören darüber hinaus in einen sogenannten Cyber Vault – einen Datentresor, der durch ein Air Gap physisch und logisch vom Rest des Netzwerks getrennt und für Cyberkriminelle nicht zu erreichen ist. So sollten Krankenhäuser den Ernstfall planen und durchspielen Cyberresilienz ist allerdings kein rein technisches Thema, sondern erfordert auch organisatorische Maßnahmen. Hierzu zählen regelmäßige Awareness-Trainings, die das Personal für einen sicherheitsbewussten Umgang mit Daten, Anwendungen und Geräten sensibilisieren, um unter anderem Risiken durch achtlos angeklickte Dateianhänge, die Eingabe vertraulicher Daten auf unbekannten Websites oder nicht gesperrte Systeme in halb-öffentlichen Bereichen zu verringern. Schließlich ist der Mensch häufig das schwächste Glied in der Sicherheitskette. Darüber hinaus werden detaillierte Notfallpläne benötigt, damit im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist, wer Entscheidungen trifft und welche Behörden und IT-Partner kontaktiert werden müssen. Lange Abstimmungen über Maßnahmen und die Suche nach Verantwortlichen oder Dokumentationen geben den Angreifern nur unnötig viel Zeit und verzögern die Aufnahme des Notbetriebs sowie die Rückkehr zur Normalität. Natürlich müssen die Pläne regelmäßigen Praxistests unterzogen werden, damit Mitarbeiter sich mit den Abläufen vertraut machen und Schwächen wie veraltete Kontaktdaten oder fehlende Checklisten beseitigen können. Eine gute Vorbereitung auf den Ernstfall ist letztlich ebenso wichtig wie effektive Abwehrmaßnahmen.

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Healthcare
  • Joint Venture für sichere Vernetzung von Gesundheitsdaten

    Die sichere Vernetzung von Gesundheitsdaten steht im Fokus eines jetzt angekündigten Joint Ventures zwischen der Charité und Schwarz Digits.

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  • Chatbots in der Medizin

    Chatbots kommen immer häufiger in der Medizin zum Einsatz. So hat zuletzt Ankündigung von ChatGPT Health für Aufsehen gesorgt. Bislang ist dieser Bereich im ChatGPT-System, bei dem Anwenderinnen und Anwender medizinische Unterlagen oder die Daten aus Ihren Gesundheits- und Fitness-Apps hochladen können, um personalisierte Gesundheitsauskünfte zu erhalten, noch nicht in Deutschland verfügbar. Wir haben über die Entwicklung mit Dr. med. Michael Stephan-Odenthal gesprochen. Er ist ärztlicher Leiter der Uro-GmbH Nordrhein, die seit rund einem Jahr einen eigenen Chatbot anbietet. Redaktion: Was müsste geschehen, damit eine Option wie ChatGPT Health auch hierzulande eingesetzt werden könnte? Stephan-Odenthal: Es müsste transparent dargestellt werden, auf welche Quellen die Einschätzung von ChatGPT zurückgreift. Diese Quellen müssten den Anfragenden klar und deutlich mitgeteilt werden, sodass diese bei einer weiteren Beratung in der ärztlichen Praxis gegebenenfalls auf die Quellen verweisen können. Redaktion: Sie bieten bereits seit einem Jahr sehr erfolgreich mit UroBert einen Chatbot für Patienten an, der auf ChatGPT basiert. Wie funktioniert er? Was ist der Unterschied zu ChatGPT Health? Stephan-Odenthal: Der UroBert soll anonym eine Ersteinschätzung zu den genannten Problemen und Symptomen geben. Er verweist am Ende immer auf unser Praxisnetzwerk in Nordrhein, wo alle Patientinnen und Patienten fachlich zuverlässigen urologischen Rat von einer realen Person bekommen. Wir erhoffen uns davon eine gewisse Filterfunktion, die Patientinnen und Patienten auch klar machen soll, wie dringlich oder weniger dringlich ihr Problem ist, damit anschließend in einer Praxis ein entsprechender Termin gewählt werden kann – denn nicht alle benötigen sofort einen Termin. Dr. med. Michael Stephan-Odenthal ist ärztlicher Leiter der Uro-GmbH Nordrhein – ein ärztlicher Zusammenschluss, der rund 300 niedergelassene Urologinnen und Urologen vertritt. Redaktion: Was sind die Stärken von UroBert? In welchem Bereich würden Sie gerne noch nachjustieren? Stephan-Odenthal: Die Stärke liegt vor allen darin, dass er zur Beantwortung, wie bei LLM üblich, in sehr kurzer Zeit auf große Datensätze zurückgreift. Der UroBert ist außerdem so programmiert, dass er Patientinnen und Patienten beruhigen soll und in Verknüpfung mit unserem Praxisnetzwerk gleich den richtigen Behandler oder die richtige Behandlerin in der Umgebung findet. Redaktion: OpenAI versichert zwar, dass die Daten sicher sind, aber Datenschutzexperten melden Zweifel an. Wie bewerten Sie die Entwicklung? Stephan-Odenthal: Der Datenschutz ist sicherlich ein ganz wichtiger Aspekt, da Gesundheitsdaten äußerst sensibel sind. Der zweite wichtige Aspekt ist die Verantwortlichkeit. Wer ist am Ende verantwortlich für die Qualität und die Sicherheit der von ChatGPT gegebenen Antwort? Bei unserem urologischen Chatbot wird die Verantwortlichkeit am Ende einer Beratung immer an unser Netzwerk, bestehend aus mehr als 300 Urologinnen und Urologen delegiert.  Die KI wird immer nur so gut sein wie die Datensätze, an denen sie trainiert wurde. Deshalb ist es wichtig, diese Datensätze transparent darzustellenMichael Stephan-Odenthal Redaktion: Welche Gefahren sehen Sie bei künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen? Was ist aus Ihrer Sicht zu vermeiden? Stephan-Odenthal: Die KI wird immer nur so gut sein wie die Datensätze, an denen sie trainiert wurde. Deshalb ist es wichtig, diese Datensätze transparent darzustellen. Nur so kann deren Validität nachvollzogen werden. Das bedeutet auch, die KI darf niemals als allwissend dargestellt werden, denn sie kann niemals ein Ergebnis liefern, das über den Stand der Wissenschaft hinausgeht.  Redaktion: Welche Rolle wird künstliche Intelligenz Ihrer Meinung nach im Gesundheitswesen spielen? Inwiefern kann sie zur Entlastung des Systems beitragen? Stephan-Odenthal: KI wird eine zunehmende Rolle im Gesundheitssystem einnehmen, da wir in Zukunft mit einer immer weiter steigenden Zahl an medizinischem Bedarf konfrontiert werden. Diese Nachfrage kann jetzt schon nicht mehr mit den vorhandenen humanen Ressourcen abgearbeitet werden. Wir brauchen die KI als Ergänzung zur Ersteinschätzung von Beschwerden und für die Lenkung von Patientinnen und Patienten im Gesundheitssystem. Das ist UroBertDer Chatbot UroBert der Uro-GmbH Nordrhein beantwortet anonym Fragen rund um urologische Vorsorge und schambehaftete Themen. Er bietet eine niedrigschwellige digitale Anlaufstelle für Menschen, die sich bei Beschwerden im Intimbereich, zu sexueller Gesundheit oder Vorsorge unsicher fühlen.Technisch basiert UroBert auf ChatGPT und wurde fachlich von Urologinnen und Urologen geprüft. Bislang wurde das Angebot rund 5000 Mal genutzt. Der Chatbot ersetzt keinen Arztbesuch, sondern soll Hemmschwellen abbauen und zur richtigen Einschätzung von Symptomen beitragen.Seit einem Jahr ist UroBert im Einsatz und wurde nun um weitere Sprachen erweitert – darunter Arabisch, Französisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch – um noch mehr Menschen zu erreichen.

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  • KI sagt Erfolg von Hüftoperationen voraus

    Wie gut Patientinnen und Patienten nach einer Hüftoperation wieder gehen können, lässt sich bereits vor dem Eingriff mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) abschätzen. Ein entsprechendes Modell soll das ermöglichen. Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben ein KI-basiertes Modell entwickelt, das Bewegungsabläufe von Menschen mit Hüftgelenksarthrose analysiert und Prognosen zum funktionellen Operationserfolg ermöglicht. Die Ergebnisse können dazu beitragen, Erwartungen realistischer zu gestalten und die Rehabilitation gezielter zu planen. Hüfttotalendoprothesen gehören zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen in Deutschland. Allein im Jahr 2024 erhielten rund 200 000 Menschen ein künstliches Hüftgelenk. Trotz standardisierter Operationsverfahren unterscheiden sich die Behandlungsergebnisse deutlich. Während einige Patientinnen und Patienten nach dem Eingriff nahezu beschwerdefrei gehen können, bleiben bei anderen Einschränkungen bestehen. Die Ursachen für diese Unterschiede sind bislang nur teilweise verstanden. Gangbiomechanik als Grundlage für personalisierte Prognosen Im Rahmen eines von der Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Kooperationsprojekts analysierten die Forschenden umfangreiche biomechanische Bewegungsdaten. Die Datengrundlage stammt aus der Universitätsmedizin Frankfurt und umfasst Messungen von Patientinnen und Patienten mit einseitiger Hüftgelenksarthrose vor und nach der Implantation einer Hüfttotalendoprothese. Ergänzt wurden diese Daten durch eine gesunde Kontrollgruppe. KI erkennt typische Muster im Gangbild Mithilfe muskuloskelettaler Modellierung wurden dreidimensionale Gelenkwinkel und Gelenkbelastungen berechnet. Auf dieser Basis trainierten die Forschenden ein erklärbares KI-Modell, das typische Muster im Gangbild identifiziert. Die Analyse zeigte, dass sich die Betroffenen bereits vor der Operation in drei Gruppen mit unterschiedlichen Gangveränderungen einteilen lassen. Diese Gruppen unterschieden sich nicht nur in biomechanischen Parametern, sondern auch in Merkmalen wie Alter, Körpergewicht, Gehgeschwindigkeit und Schwere der Arthrose. Nach der Operation reagierten die Gruppen unterschiedlich auf den Gelenkersatz. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten normalisierte sich die Gangbiomechanik nahezu vollständig, während bei anderen weiterhin deutlichen Abweichungen bestanden. Auf dieser Grundlage kann das KI-Modell vorhersagen, wer besonders stark von der Operation profitiert und bei wem ein erhöhter Bedarf an intensiver Nachbehandlung besteht. KI-Vorhersage nicht nur vor Hüftoperationen Die Forschenden sehen darin einen wichtigen Schritt hin zu einer stärker personalisierten Orthopädie. Da die eingesetzten Algorithmen erklärbar sind, lassen sich die Entscheidungsgrundlagen nachvollziehen, was eine hohe Akzeptanz im klinischen Alltag erwarten lässt. Perspektivisch könnte der Ansatz auch auf andere Gelenke oder orthopädische Erkrankungen übertragen werden und so als Entscheidungshilfe in der operativen Planung dienen.

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