Größter Kongress zu Armut und Gesundheit

Eingangsbereich des Hauptgebäudes der TU Berlin
Eingangsbereich des Hauptgebäudes der TU Berlin (Foto: © TU-Pressestelle/ Dahl)

Am 14. und 15. März 2019 findet an der TU Berlin der größte Public Health-Kongress in Deutschland statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Gesundheitszustand.

Unter dem Motto „Politik Macht Gesundheit“ thematisiert der 24. Kongress Armut und Gesundheit den Zusammenhang zwischen sozialer Lage und Gesundheitszustand. Das diesjährige Motto enthält hierbei bewusst zwei Lesarten: Zum einen ist Gesundheit immer auch eine Frage des politischen Willens (‚Politik machtGesundheit`), zum anderen stellt Politik ein ständiges Ringen um Macht zwischen konkurrierenden Interessen dar (‚Politik MachtGesundheit‘).

Vertreter aus Praxis, Politik und Wissenschaft, von Armut Betroffene sowie Aktivisten sind am 14. und 15. März 2019 an die TU Berlin eingeladen. In insgesamt 128 Veranstaltungen soll es zentral um die Frage gehen, wie soziale und gesundheitliche Chancenungleichheiten wirksam bekämpft werden können. Eröffnet wird der Kongress durch Professor Dr. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz und Professor Dr. Thomas Gerlinger von der Universität Bielefeld.

Kindergesundheit in Deutschland

Anhand aktueller Zahlen des Robert Koch-Instituts werden zunächst zeitliche Entwicklungen und Trends zur Kindergesundheit in Deutschland vorgestellt. Die Bedarfe und Bedürfnisse von Kindern werden thematisiert. Im Anschluss daran wird gefragt, welche Gestaltungsspielräume die Landespolitik hat, um ein gesundes Aufwachsen aller Kinder und Jugendlichen zu fördern, unabhängig von ihrer sozialen Lage. Im letzten Block kommen Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu Wort. Sie diskutieren die Rolle von Public Health bei der Schaffung gesunder Lebenswelten.

Die Podiumsgäste: 

•          PD Dr. Thomas Lampert, Leiter des Fachgebietes Soziale Determinanten für Gesundheit am Robert Koch-Institut

•          Susanne Borkowski, 15 Jahre Kitaleiterin, Geschäftsführerin des Vereins KinderStärken e.V. und Vertretungsprofessorin für Kindliche Entwicklung und Gesundheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal

•          Andreas Büttner (Die Linke), Staatssekretär für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

•          Dilek Kolat (SPD), Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (angefragt)

•          Prof. Dr. med. Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin

•          Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, Professor für Versorgungsforschung an der Universität Bremen, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) e.V.

•          Professor Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. und Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes

Der Kongress Armut und Gesundheit 2019 findet statt am Donnerstag und Freitag, 14. und 15. März 2019. Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude
Programm und Anmeldung: http://www.armut-und-gesundheit.de