„Brain Snack“ über Künstliche Intelligenz

Roboterhand berührt menschliche Hand
Neues Veranstaltungsformat "Brain Snack": Was kann künstliche Intelligenz (KI), wo sind ihre Grenzen? (Foto: © phonlamaiphoto – fotolia.com)

Künstliche Intelligenz in der Medizin und Diagnosen per App sind Kernthemen einer 30-minütigen Live-Sendung im Web, den die Stiftung Münch am 23. März 2018 um 12 Uhr online überträgt. Mit dem neuen Format des „Brain Snacks“ will die Stiftung kompakt neue Einsichten und Experten-Gespräche rund um medizinische Themen bieten.

„Künstliche Intelligenz und Patient-Empowerment für ein modernes Gesundheitssystem in Deutschland“ – so lautet der Titel des ersten Brain Snacks der Stiftung Münch, der am 23. März 2018 um 12 Uhr mittags live online übertragen wird (www.stiftung-muench.org/brain-snack). Gast der 30-minütigen Sendung ist Martin Hirsch, Biologe, Gehirnforscher und Mitinitiator der App „Ada Health“. Die Moderation übernimmt Spiegel-Redakteur Martin U. Müller. Zuschauer können sich über Twitter unter #BrainSnack #StiftungMuench beteiligen.

Neurowissenschaftler zu Gast

Was kann künstliche Intelligenz (KI), wo sind ihre Grenzen? Kann eine Diagnose per App tatsächlich passgenaue Ergebnisse liefern – und welche Konsequenzen hätte das für das Gesundheitssystem? Werden Patienten durch Anwendungen der KI gestärkt oder zunehmend verunsichert? Und wie erklärt es sich, dass sich ein digitales Produkt in vielen Ländern mit vergleichbaren gesellschaftlichen Voraussetzungen hoher Nachfrage erfreut, während es in Deutschland kaum vorangeht? Über diese Themen spricht Martin U. Müller beim ersten „Brain Snack“ mit Martin Hirsch, der sich als Neurowissenschaftler vor allem mit kognitiven Wissenschaften, künstlicher Intelligenz und dem Einsatz von Technologien zur Unterstützung des menschlichen Denkens und Entscheidens befasst und Mitgründer der Diagnoseunterstützungs-App Ada ist. Hirsch studierte Theoretische Medizin an der Philipps Universität in Marburg und promovierte in Neurowissenschaft. Gemeinsam mit Professor Anette Wagner von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Professor Jürgen Schäfer (Universitätsklinikum Marburg) forscht er daran, die KI auch zur Diagnose von seltenen Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern einzusetzen.

Alternative zu Kongressbesuchen

Der Brain Snack dauert 30 Minuten und wird live online übertragen. „Kongressbesuche sind zeitaufwendig, es bleibt zudem ein Risiko, dass Vorträge und Netzwerkbildung nicht in einem vernünftigen Verhältnis zum Zeit- und Kostenaufwand stehen“, erklärt Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Münch. Deshalb wolle man neue Wege gehen: Mit dem „Brain Snack“ gebe es spannende Info-Happen. Für den gezielten Aufbau und die Pflege von Netzwerken bietet die Stiftung andere Formate an, etwa die Luncheon Roundtable-Gespräche, die Think Camps und die Verleihung des Eugen Münch-Preises.

Ziele der Münch-Stiftung

Die Stiftung Münch wurde 2014 von Eugen Münch ins Leben gerufen. Das Stiftungsziel ist es, trotz einer alternden Gesellschaft weiterhin allen Menschen den Zugang zu nicht rationierter Medizin zu ermöglichen. Als Grundlage dient das von Eugen Münch entwickelte Konzept der Netzwerkmedizin. Die Stiftung unterstützt Wissenschaft, Forschung und praxisnahe Arbeiten in der Gesundheitswirtschaft und möchte den nationalen und internationalen Austausch fördern. Sie arbeitet unabhängig und stellt ihr Wissen öffentlich zur Verfügung. Der 1945 geborene Eugen Münch ist Gründer und Großaktionär der Rhön-Klinikum AG.