Vielbeachteter Workshop „Datenschutz in der Telemedizin”

Mann steht vor Plenum
Datenschutz und IT-Sicherheit sind wichtige Grundelemente von Telemedizin-Projekten (Foto: © kasto/fotolia.com)

Auf reges Interesse stieß ein Workshop zum Thema „Datenschutz in der Telemedizin“, den die Arbeitsgruppe Datenschutz und IT-Sicherheit im Gesundheitswesen (GMDS-AG DIG) gemeinsam mit dem Bochumer ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH anlässlich der 61. GMDS-Jahrestagung durchgeführt hat. Hierzu trafen sich in der Ludwig-Maximilians-Universität in München namhafte Experten, die sich an speziell an Praktiker wandten, die Datenschutz und IT-Sicherheit bei Telemedizin-Projekten bearbeiten.

Dr. Bernd Schütze, Senior Experte Medical Data Security bei Telekom Healthcare Solutions in Düsseldorf, leitete mit einem umfassenden Überblick über das Datenschutzrecht und andere für die Telemedizin relevante rechtliche Rahmenbedingungen den Workshop ein. Er zeigte auf, für wen und unter welchen Umständen rechtliche Regelungen auf EU-, Bundes- und Landesebene zu beachten sind.

Der ZTG-Leiter Telematikdienste, Datenschutz und IT-Sicherheit Dipl.-Inform. Med. Eric Wichterich, stellte den aktuellen Arbeitsstand des Leitfadens für die Erstellung von Datenschutzkonzepten im Gesundheitswesen vor. Der Leitfaden dient in Form einer Mustergliederung mit Hinweisen zu den wichtigen Aspekten als Arbeitshilfe für die praktische Erstellung von Datenschutzkonzepten. Der Leitfaden wird seit der Version 1.1 in Zusammenarbeit mit der GMDS-AG DIG weiterentwickelt. Fertigstellung und Publikation sind für Dezember 2016 geplant.

IT-Sicherheitskonzepte

In einem weiteren Vortrag führte Wichterich in die Besonderheiten und Problemstellungen bei IT-Sicherheitskonzepten in der Telemedizin ein. Gemeinsam entwickelten die anwesenden Fachexperten und das Plenum eine Vorgehensweise zur Erstellung eines zum Datenschutz-Konzept zugehörigen Leitfadens für IT-Sicherheitskonzepte bei Telemedizin-Projekten. Wichterich machte deutlich, dass mit dem Leitfaden für Datenschutzkonzepte eine erhebliche Hürde angegangen wurde, Praktikern sowie Projektverantwortlichen das Thema zugänglich zu machen. Dies müsse auch bei der Entwicklung des Leitfadens für IT-Sicherheitskonzepte als nächstes Gemeinschaftsprojekt der ZTG und GMDS-AG DIG der Maßstab sein.

Dr. Jens Schwanke, Projektleiter bei der in Bochum ansässigen Kairos GmbH, rundete den Workshop abschließend mit einer vertiefenden Auseinandersetzung zum Schwerpunkt Anonymisierung und Pseudonymisierung ab.

Für Fragen rund um die Themen Datenschutz und IT-Sicherheit im Gesundheitswesen steht die ZTG GmbH unter +49 (0)234 9735170 oder über das Kontaktformular auf der Website http://www.ztg-nrw.de/kontakt/ zur Verfügung.