Patientenakte: Auch Barmer setzt auf IBM

Aktuelle Gesundheitskarte der Barmer
Aktuelle Gesundheitskarte der Barmer (Foto: BARMER)

Nach der Techniker kooperiert auch die Krankenkasse Barmer mit dem IT-Dienstleister IBM bei der Umsetzung ihrer elektronischen Patientenakte (ePA). IBM erhielt jetzt den Zuschlag. Ab November 2019 soll mit der Umsetzung begonnen werden.

Die elektronische Patientenakte der Barmer sollen die rund 9,1 Millionen Versicherten der Kasse ab Januar 2021 nutzen können. „Die Anforderungen an die elektronische Patientenakte sind hoch, weil für deren Erfolg Praxen, Kliniken, Apotheken und andere Akteure datensicher vernetzt werden müssen. Mit Barmer eCare werden wir mehr als nur einen reinen Datenspeicher schaffen. Ziel ist ein sicheres Speichermedium, das individuell genutzt werden kann“, erläutert der Barmer-Vorstandsvorsitzende Professor Dr. Christoph Straub. In der Akte würden Versichertendaten so vorgehalten, dass sie vor allem für die Kunden einen echten Mehrwert und umfangreiche Services böten.

Digitale Services seit einer Dekade

Die Krankenkasse hebt hervor, dass sie bereits in den vergangenen zehn Jahren ihr Angebot an digitalen Anwendungen ausgebaut habe. „Das Ziel der Barmer war es immer, eine einheitliche, auf einer interoperablen Infrastruktur basierende Plattform für nützliche Anwendungen zu entwickeln. Sie soll das Gesundheitssystem vernetzen, hohe Akzeptanz bei allen Beteiligten finden und den Kunden in den Mittelpunkt stellen“, führt Straub aus. Zahlreiche digitale Produkte im aktuellen Portfolio der Barmer seien unter der Maßgabe entwickelt worden, sie später ohne technische Schwierigkeiten in das Format einer elektronischen Patientenakte zu integrieren. Dazu gehörten zum Beispiel ein Impfplaner genauso wie ein digitales Zahnbonus-Heft. Beide Anwendungen sind heute Teil der Barmer-App.