Leitfaden für Telemedizin-Projekte

Symbolische Abbildung eines grauen Buch-Hardcovers
Nicht als Hardcover, sondern als Online-Veröffentlichung ist ab sofort das „Praktische Handbuch zur Qualitätsentwicklung in der Telemedizin“ erhältlich (Foto: © Alexandr Bognat – fotolia.com)

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg haben eine kostenfreie Online-Publikation veröffentlicht, die dazu beitragen soll, dass bei Telemedizin-Projekten der Transfer von der Forschung in die Praxis glückt.

„Digitale Technologien bieten neue Möglichkeiten, um die medizinische und pflegerische Versorgung zu stärken und weiterzuentwickeln. Damit der Transfer der Telemedizin von der Forschung in die Praxis gelingt, bietet zukünftig das Praktische Handbuch zur Qualitätsentwicklung in der Telemedizin eine Hilfestellung mit Best-Practice-Beispielen und Checklisten. Es dient auch dazu, Projekte auf ihre Anwendungstauglichkeit hin zu überprüfen. Somit kommen wir dem Ziel, die Telemedizin in der Fläche einzusetzen, ein gutes Stück näher“, sagt dazu die baden-würtembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Das „Praktische Handbuch zur Qualitätsentwicklung in der Telemedizin“ wurde anlässlich des zweiten Symposiums Telemedizin am 5. März 2018 in Stuttgart vorgestellt.

Handreichung für Telemedinzin-Ideen

Die digitale Publikation wurde von der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg erstellt. „Das Buch ist eine Handreichung für Personen, die mit einer Idee für eine telemedizinische Lösung einen sinnvollen Beitrag leisten möchten“, erklärt Professor Dr. Joachim Szecsenyi, Ärztlicher Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg, der mit seiner Forschung die Qualitätsentwicklung in der Telemedizin voranbringen möchte.

Flächendeckende Versorgung möglich

Telemedizinische Methoden finden einen zunehmend breiteren Einsatz in der Patientenversorgung in Deutschland. Davon profitieren besonders ländliche, medizinisch unterversorgte Regionen. Damit sich die Behandlung via Bildschirm, Laptop oder Smartphone durchsetzen kann, muss gewährleistet sein, dass die telemedizinischen Behandlungskonzepte alltagstauglich sind und in der Praxis gut funktionieren. Die Beurteilung, ob ein telemedizinisches Projekt diesen Sprung schafft, ist Aufgabe der Koordinierungsstelle Telemedizin in Mannheim, mit der die Heidelberger Autoren eng zusammenarbeiten. „Durch den Leitfaden behalten die Experten und Ideengeber bei der Entwicklung eines Projekts wichtige Aspekte im Blick und können so die Erfolgsaussichten besser einschätzen“, ergänzt Szecsenyi.

Das „Praktische Handbuch zur Qualitätsentwicklung in der Telemedizin“ steht im Internet auf der Internetseite der Abteilung für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg und der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg zum Download bereit. Das PDF-Dokument ist etwa 1,43 Megabyte groß.