E-Health: Kann Deutschland von Nachbarn lernen?

Medizinerin tippt auf Icons
Tagung Telemed 2016: „Handfeste Möglichkeiten, die medizinische Versorgung weiter zu verbessern.“ (Foto: © denisismagilov/fotolia.com)

Wie kann Telemedizin dazu beitragen, die Effizienz und Qualität in der medizinischen Forschung und Versorgung zu verbessern? Darüber diskutieren aktuell in Berlin 120 Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Versorgung und Industrie auf der „Telemed 2016“, dem 21. Nationalen Forum für Gesundheitstelematik und Telemedizin (4./5. Juli 2016).

Unter dem Schwerpunktthema „E-Health-Rahmenbedingungen im europäischen Vergleich: Strategien, Gesetzgebung, Umsetzung“ diskutieren auf dem Telemed-Kongress die Teilnehmer darüber, wie gesetzliche Rahmenbedingungen gestaltet sein müssen, damit E-Health die Medizin verbessern kann. Internationale Gäste erweitern den wissenschaftlichen Dialog und berichten von ihren Erfahrungen aus der Routineversorgung mit E-Health-Anwendungen im europäischen Ausland.

Als Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung hofft Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf wichtige Impulse: „Telemedizin birgt ganz handfeste Möglichkeiten, die medizinische Versorgung weiter zu verbessern. Wir wollen deshalb, dass die Vorteile der Telemedizin möglichst schnell bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Mit dem E-Health-Gesetz machen wir Tempo. Ärzte, Kassen und Industrie stehen jetzt gleichermaßen in der Pflicht, die gesetzlichen Vorgaben im Sinne der Patienten zügig umzusetzen“, erklärte Gröhe.

Dialog mit den Bundesländern

Die Ausrichtung der Telemed-Veranstaltung auf E-Health-Schwerpunkte in Zusammenarbeit mit den Bundesländern wird in diesem Jahr durch eine Kooperation mit dem Land Niedersachsen fortgesetzt. Rund 30 Beiträge aus Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Politik und Industrie geben während der Telemed einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen in den Bereichen E-Health und Telemedizin. Der Kongress endet am 5. Juli 2016 mit der Verleihung des diesjährigen „Telemed-Award“.

Info
Die Telemed 2016 wird gemeinsam vom Berufsverband Medizinischer Informatiker e.V. (BVMI), der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF), der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitstelematik (DGG) sowie unter Beteiligung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und eHealth.Niedersachsen, einer Initiative des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, veranstaltet.

Die Telemed war die erste Veranstaltung in Deutschland, die von Anfang an Gesundheitstelematik und Telemedizin in ihren Mittelpunkt gestellt hat: 1996 wurde sie als Initiative der BVMI-Landesvertretung Berlin-Brandenburg zusammen mit der Freien Universität Berlin ins Leben gerufen. www.telemed-berlin.de