Digitalisierung: 200 Ärzte werfen Blick in die Zukunft

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Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) veranstaltete am 7. Oktober 2017 den Kongress „Medizinische Versorgung im digitalen Zeitalter“ (Foto: KVWL)

Die Digitalisierung kommt in der heterogenen medizinischen Versorgungslandschaft nur langsam voran. Für einen Ausblick auf die „Medizinische Versorgung im digitalen Zeitalter“, so das Motto einer Kongress-Veranstaltung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Dortmund, interessierten sich jedoch über 200 Heilberufler.

„Wir wollen Ihnen heute zeigen, dass digitale Lösungen auch die medizinische Versorgung ganz entscheidend bereichern und dass Sie ganz persönlich von postanalogen Optionen in der Versorgung Ihrer Patienten profitieren können“, betonte KVWL-Vorstandsmitglied Thomas Müller zum Auftakt des Kongresses „Medizinische Versorgung im digitalen Zeitalter“. Mehr als 200 Ärzte und Psychotherapeuten waren ins Ärztehaus der KVWL nach Dortmund gekommen, um einen Blick in die digitale Zukunft der Medizin zu werfen.

Der Kongress gliederte sich in drei Blöcke: Nach einem Blick in die Zukunft mit dem ehemaligen Chef von Google Deutschland, Christian Baudis, erhielten die Kongressteilnehmer in der Mittagszeit reichlich Gelegenheit, Digitales „anzufassen“. Live zu erleben waren beispielsweise eine elektronische Arztvisite, die Diagnoseunterstützung in der Krebstherapie durch Dr. Watson, der 3-D-Druck maßgeschneiderter Implantate oder auch die neue Telematikinfrastruktur, die ja bald in jede Arztpraxis Einzug erhalten soll. Den Abschluss des Programms bildete eine Podiumsdiskussion mit Tom Ackermann (AOK NordWest), Pascal Nohl-Deryk (Arzt in Weiterbildung), Dr. Hans-Peter Peters, (Vorsitzender des E-Health-Ausschusses der KVWL-Vertreterversammlung) und Dr. Axel Wehmeier (Telekom Healthcare).

Enorme Resonanz

„Der Digitalisierungskongress hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Die Resonanz in der Ärzteschaft im Vorfeld war so groß, dass wir unsere Anmeldeliste vorzeitig schließen mussten“, zog KVWL-Vorstandsmitglied Thomas Müller ein äußerst positives Fazit. „Wir werden wahnsinnige Entwicklungen erleben. Die Digitalisierung wird auch die Medizin und die medizinische Versorgung verändern. Heute haben wir sehr hilfreiche und auch visionäre Impulse dazu erhalten.“