Digitalgipfel: Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz

Roboterarm mit ausgestreckten Fingern
Roboterarm mit ausgestreckten Fingern: KI in ihrer großen Bandbreite erforschen (Foto:© sdecoret/fotolia.com)

Deutschland soll bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien führend werden – sagt die Bundesregierung. Eine entsprechende Strategie wird auf dem kommenden Digitalgipfel mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz am 3. und 4. Dezember 2018 vorgestellt.

Geht es nach den Vorstellungen der Regierung, wird Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie für die gesamte Wirtschaft, die dem Gemeinwohl dient. Das trifft auf Zustimmung: „Lernende Systeme und Künstliche Intelligenz bedeuten Veränderungen, die wir zum Wohle der Gesellschaft einsetzen müssen“, sagt der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, Professor Holger Hanselka, der auch dem Lenkungskreis der Plattform Lernende Systeme (PLS) der Bundesregierung angehört. KI biete gewaltige Möglichkeiten, welche die Informationsgesellschaft prägen werde und die man entsprechend gestalten sollte.

Risiken im Blick behalten

Das beginne beispielsweise schon damit, wie wir künftig von A nach B kommen. „Information und Mobilität sind zwei Themenfelder, auf die sich das KIT fokussiert, sei es beim Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAFBW) und den zugehörigen intelligenten Verkehrssystemen, der Entwicklung lernender Roboter für die Assistenz und deren Einsatz in Industrie 4.0 oder bei der Logistik und im Gesundheitswesen sowie in gefährlichen Umgebungen“, so Hanselka weiter. Dabei müssten indes auch die Risiken in Bezug auf die Cybersicherheit und den Datenschutz in den Blick genommen werden. „Am KIT arbeiten wir daran, die Chancen von KI und deren Gefahren für die IT-Sicherheit in Einklang zu bringen.“

Große Bandbreite bei KI-Forschung

„Das Besondere an der KI-Forschung des KIT ist, dass wir die verschiedensten Anwendungsszenarien von KI in ihrer großen Bandbreite erforschen, von Katastropheneinsätzen, bis hin zur körperlichen Unterstützung für Pflegebedürftige, vom autonomen Fahren bis zur Produktionsrobotik“, betont Michael Decker der den Bereich Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft des KIT leitet. Einerseits müssten neue KI-Methoden entwickelt werden, um die unterschiedlichen Probleme zu lösen, und andererseits kann man aus gelungenen Lösungen in anderen Anwendungsbereichen lernen.

„Dieses problemorientierte Vorgehen nützt unmittelbar der Technikentwicklung, wobei wir am KIT den großen Vorteil haben, dass wir auch ausgewiesene Expertise im Algorithm Engineering haben. Diese strukturierte Entwicklung von Algorithmen, die auch mit gewaltigen Datenmengen umgehen können, ergänzt die KI-Forschung in optimaler Weise“, sagt der Professor für Technikfolgenabschätzung.