Digitale Überweisungen funktionieren schon

Terminplattform Dubidoc
Terminplattform Dubidoc: Hunderte digitale Überweisungen pro Woche (Foto: Dubidoc/Takuta GmbH)

Mit dem Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) müssen Überweisungen ab Sommer 2021 digital über die Telematikinfrastruktur (TI) stattfinden. Eine digitale Plattform ermöglicht das jetzt schon – ohne TI-Anbindung.

Digitale Überweisungen, wie sie ab 2021 Pflicht sein sollen, ermöglicht die Terminplattform Dubidoc schon jetzt.  Ärzte, die in ihren Praxen die Terminplattform einsetzen, können digitale Überweisungen aus ihrem Zuweisernetzwerk empfangen.

Einer von Ihnen ist Dr. med. Sherwin Talebi, der eine HNO-Praxis in Mettmann betreibt. Als Facharzt definiert Dr. Talebi bestimmte Zeitfenster im Terminmanager Dubidoc, die er im Anschluss für seine Zuweiser freischaltet. Diese können dann über ihre kostenfreien Zuweiser-Accounts einen Überweisungstermin aus dem Kontingent auswählen und buchen. „Digitale Überweisungen funktionieren schnell und unkompliziert“, erläutert Dr. Talebi. „Jede digitale Überweisung bedeutet für mein Praxisteam einen Zugewinn an Zeit. Die freigewordenen Kapazitäten kommen meinen Patienten direkt zugute.“

Eingespart wird neben dem Anruf für die Terminvereinbarung auch das manuelle Eintragen der Patientenstammdaten, denn diese sind mit der Zustimmung des Patienten in Dubidoc hinterlegt und können schnell in die Praxissoftwäre übertragen werden. Zusätzlich wird seit kurzem die lebenslange Arztnummer (LANR) übermittelt. Mit ihr können Zuweiser und Fachärzte die digitale Überweisung gemäß TSVG extrabudgetär abrechnen.

Technisch längst kein Problem mehr

Hunderte digitale Überweisungen werden pro Woche über dieses Verfahren vermittelt – ganz ohne eine Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI). „Technisch funktionieren digitale Überweisungen schon heute wunderbar“ erklärt HNO-Ärztin Dr. med. Shabnam Fahimi-Weber, Gründerin von Dubidoc. „Warum Überweisungen ab dem Sommer 2021 zwangsweise über die TI umgeleitet werden, ist nicht nachvollziehbar. Angesichts der Kontroverse um die TI ist es unwahrscheinlich, dass die Ärzteschaft hier protestlos mitmacht.“

Entwickler von Dubidoc ist die Takuta GmbH mit Sitz in Essen. Die Geschäftsführer des 2016 gegründeten Startups sind Dr. med. Shabnam Fahimi-Weber und Steffen Schillings.

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