Mit dem Body Scan 2 erweitert das französische Health-Tech-Unternehmen Withings sein Portfolio vernetzter Gesundheitsgeräte um ein System, das deutlich über die klassische Körperwaage hinausgeht.
Vorgestellt auf der CES 2026, positioniert sich das Gerät als sogenannte Longevity-Station für den Heimgebrauch und zielt auf die frühzeitige Erkennung gesundheitlicher Veränderungen im Alltag. Im Zentrum des Konzepts steht die Idee, medizinisch relevante Parameter regelmäßig und niedrigschwellig zu erfassen, ohne den Umweg über Praxis oder Klinik. Innerhalb von weniger als 90 Sekunden werden beim täglichen Wiegen zahlreiche kardiovaskuläre, metabolische und zelluläre Messwerte erhoben. Möglich wird dies durch die Kombination aus Impedanzkardiographie, einem integrierten 6-Kanal-EKG sowie einer hochauflösenden Bioimpedanzspektroskopie. Die erfassten Daten sollen Hinweise auf Herzfunktion, Gefäßgesundheit, Stoffwechseleffizienz und Veränderungen der Blutzuckerregulation liefern. Der Ansatz folgt laut dem Hersteller einem präventivmedizinischen Verständnis, bei dem nicht einzelne Messwerte, sondern deren Entwicklung über die Zeit im Vordergrund steht.
KI-gestützte Auswertung statt Einzelwerte
Eine KI-gestützte Auswertung ordnet die Ergebnisse ein und erstellt einen individuellen Gesundheitsverlauf. Auf diese Weise sollen Trends sichtbar werden, die auf ein erhöhtes Risiko hinweisen können, noch bevor klinisch relevante Symptome auftreten. Die Rückmeldung erfolgt direkt über das Display im Handgriff der Waage sowie über die zugehörige Health-App.
Auch gestalterisch ist Body Scan 2 auf den regelmäßigen Einsatz ausgelegt. Die Datenübertragung erfolgt automatisch per WLAN oder Bluetooth. Withings betont zudem die Einhaltung internationaler Datenschutz- und Sicherheitsstandards, darunter die DSGVO sowie medizinische Compliance-Richtlinien.
Body Scan 2 ersetzt keine ärztliche Diagnostik, verdeutlicht aber, wie sich präventive Screening-Ansätze zunehmend in den privaten Lebensraum verlagern. Für Menschen mit kardiometabolischen Risikofaktoren oder für ein langfristiges Gesundheitsmonitoring könnte das System eine ergänzende Rolle spielen. Der Marktstart ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen, vorbehaltlich regulatorischer Freigaben.

