Bei smarten Hausgeräten auf Datenschutz achten

Moderne Waschmaschine
Smarte Waschmaschine: „Es hilft nicht, sich auf bekannte Herstellernamen zu verlassen.“ (Foto: alexlmx – fotolia.com)

Der TÜV Rheinland mahnt an, dass Verbraucher bei smarten Hausgeräten Wert auf Datenschutz legen sollten. Zugehörige Apps sollten immer passwortgeschützt sein, der Hersteller sollte transparent über den Umgang mit Daten berichten. Selbst bei namhaften Herstellern ist das längst nicht immer der Fall.

Die Spülmaschine, die auf Knopfdruck Reinigungstabs nachbestellt, wenn sie zur Neige gehen, ist nur ein Beispiel für das intelligente Zuhause. Verbraucher können heute per App kontrollieren, ob sie den Herd ausgeschaltet haben oder das Waschmaschinenprogramm beendet ist. Geräte lassen sich aus der Ferne steuern oder starten nur, wenn der Strom günstig ist.

Funktionalität nur mit Internet?

„Bisher haben Kunden nur ein Gerät gekauft. Jetzt erhalten sie zusätzlich noch den dazugehörigen Online-Service. Das sind quasi zwei Produkte. Deswegen sollten Verbraucher beim Kauf auch einiges beachten“, erläutert Günter Martin, Datenschutzexperte beim TÜV Rheinland. Zunächst müssen die technischen Voraussetzungen stimmen. In der Regel reicht ein vorhandenes WLAN-Netzwerk aus. Möchte der Verbraucher aber eine smarte Waschmaschine im Keller installieren, sollte geprüft werden, ob die Signalstärke bis dahin ausreicht. Da viele Verbraucher die Online-Features nicht ausprobieren oder dauerhaft nutzen wollen, sollte das Gerät auch ohne Internetverbindung reibungslos funktionieren.

Auf Datenschutz achten

Viel Wert sollten Verbraucher auf Datenschutz legen. Die App für ein Hausgerät sollte immer passwortgeschützt sein und der Hersteller transparent über den Umgang mit Daten berichten. Zertifikate wie „Protected Privacy IoT Product“ und „Protected Privacy IoT Service“ vom TÜV Rheinland zeigen, dass ein hohes Maß an Datenschutz und Datensicherheit bei smarten Haushaltsgeräten vorhanden ist. Sie bewerten die Geräte, deren Datenübertragung und den sicheren Umgang des Herstellers mit sensiblen Verbraucher-Daten. „Es hilft nicht, sich auf bekannte Herstellernamen zu verlassen. Viele Unternehmen sind neu auf dem Software-Gebiet und garantieren nicht automatisch ein seriöses Zusammenspiel zwischen Gerät und Online-Service“, warnt der Experte.