AOK Bayern vereinbart Selektivvertrag mit Digitalfokus

Frau spricht über Tablet-PC mit Ärztin
Telemedizinische Sprechstunde: „AOK-Videosprechstunde nutzen und Praxen entlasten“ (Foto: AOK-Mediendienst)

Bei Asthma, Bronchitis oder grippalem Infekt können Versicherte der AOK Bayern künftig kostenfrei Videosprechstunden und E-Rezept nutzen. Wird ein Medikament benötigt, stellt der Arzt direkt das entsprechende Kassenrezept aus.

Dazu hat die AOK Bayern für ihre Versicherten mit dem Telemedizin-Anbieter Zava und dem apothekereigenen Abrechnungsunternehmen Noventi einen Selektivvertrag nach Paragraph 140a SGB V abgeschlossen. Ziel der neuen Partner ist es, elektronische Gesamtprozesse zu etablieren. Noventi sichert dabei die technische Voraussetzung der Apotheken, Zava sorgt für die ambulante ärztliche Versorgung.

Einfachere Prozesse für die Patienten

„Ob ärztliche Beratung, Rezept oder Krankschreibung – teilnehmende Versicherte können künftig bequem von zu Hause die AOK-Videosprechstunde nutzen und damit gerade auch während der Corona-Pandemie Praxen entlasten“, kommentiert Dr. Anja Schramm, Expertin für digitales Versorgungsmanagement bei der AOK Bayern, die neue Vereinbarung.

Über das Onlineportal und die App „Meine AOK“ steht der neue Service ab sofort allen AOK-Versicherten in Bayern offen. Die Zava-Videosprechstunde zu Atemwegserkrankungen können Versicherte von Montag bis Sonntag zwischen 7 und 19 Uhr kostenfrei nutzen. Die E-Rezept-Lösung macht es allen leicht, die ein Medikament benötigen: Patienten können wählen, ob ihr digitales Rezept an eine von knapp 2.700 teilnehmenden Vor-Ort-Apotheken in Bayern oder an eine Versandapotheke übermittelt werden soll.

Weitere Versorgungsmodelle geplant

Auch Krankschreibungen sind möglich: Patienten erhalten ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Post direkt nach Hause geschickt. Mittelfristig soll eine sichere Lösung für elektronischer Krankschreibungen eingeführt werden. Außerdem wollen die Kooperationspartner den Versicherten in den nächsten drei Monaten eine Digital-Option für Folgerezepte ermöglichen. Weitere gemeinsame Versorgungsmodelle für die Versicherten sind geplant.

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