Weltneuheit für interventionelle minimal-invasive Eingriffe

Präsentation von Azurion im Lukaskrankenhaus in Neuss (v.l.n.r.): Prof. Dr. med. Michael Haude, Chefarzt Medizinische Klinik I, Uwe Hubrig, Business Group Manager Image Guided Therapy (IGT) Systems Philips DACH, und Ronald Tabaksblat, Business Leader IGT Royal Philips. (Foto: Philips)

Als Weltneuheit hat Philips jetzt die Angiographie-Plattform Azurion vorgestellt. Die Plattform ist dem Hersteller zufolge die wichtigste Produkteinführung in der Geschichte des Unternehmens im Bereich der bildgeführten Therapiesysteme.

Interventionelle minimal-invasive Eingriffe, zum Beispiel zur Behandlung von strukturellen Herzerkrankungen, Tumorerkrankungen oder Gefäßveränderungen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine großen Schnitte, weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung – vor allem älteren Patienten, für die eine konventionelle Operation ein zu großes Risiko wäre, profitieren von den Vorteilen dieser schonenden Prozeduren. »Azurion ist viel mehr als nur eine Weiterentwicklung unserer Allura Xper Familie. Die Plattform ist eine echte Innnovation, mit der wir Krankenhäuser in Zeiten von Kostendruck und demographischem Wandel dabei unterstützen können, das Potenzial interventioneller minimal-invasiver Verfahren voll auszuschöpfen«, sagt Peter Vullinghs, CEO Philips DACH. Die Plattform kam bereits in 20 führenden Krankenhäusern bei über 2.000 Eingriffen zum Einsatz.

Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit

Azurion bietet Ärzten direkt am Untersuchungstisch die volle Kontrolle und soll so zu einer höheren Behandlungssicherheit beitragen. Mit dem Touchscreen-Modul Pro soll die Bedienung ähnlich intuitiv und einfach funktionieren wie bei einem Tablet oder Smartphone. Der 58 Zoll-Großmonitor FlexVision Pro integriert alle laufenden Anwendungen und sorgt dadurch für Unabhängigkeit und Flexibilität im Untersuchungsraum. Für den Kontrollraum bietet Azurion mit FlexSpot ein neues Konzept: Alle Anwendungen lassen sich von einem einzigen Arbeitsplatz aus bedienen. Der sonst übliche Wechsel zwischen parallel betriebenen Arbeitsplätzen mit jeweils eigenen Monitoren ist somit nicht mehr erforderlich

Herzstück der Systemarchitektur ist das Betriebssystem Connect OS, das Philips speziell für Azurion entwickelt hat. Bei der Entwicklung stand vor allem die Arbeitsabläufe im Fokus, da effiziente Prozesse Eingriffs- und Wartezeiten verkürzen. Dadurch können die Teams zum Beispiel im Untersuchungs- und Kontrollraum unabhängig voneinander arbeiten. Mit Connect OS laufen sämtliche Anwendungen laut Hersteller flüssig und stabil; die Ergänzung weiterer Applikationen ist jederzeit möglich.

Azurion integriert über 1.000 neue Hardware-Komponenten. Dazu zählt zum Beispiel ein speziell für die Kardiologie und die Elektrophysiologie konzipierter Flachdetektor. Mit einer Aufnahmefläche von 12 Zoll in der Diagonalen ist dieser Detektor bisher üblichen 10 Zoll-Modellen deutlich überlegen. Das gilt insbesondere für die technischen Werte zur Detailauflösung. Auch seine Röntgenröhre hat Philips für Azurion überarbeitet und optimiert. Die neue MRC200+ leitet auftretende Wärme noch besser ab, gewährleistet Philips zufolge über einen längeren Zeitraum hervorragende Bildqualität und kommt ohne den Einsatz einer Filterautomatik zum Schutz vor Überhitzung aus.

Azurion ist in zwei Serien verfügbar. Die 3er-Serie als Basis ist das leistungsstarke Interventionssystem für klassische interventionell-kardiologische und -radiologische Prozeduren. Die 7er-Serie bildet als High End-Lösung das gesamte Spektrum ab – von Routineeingriffen bis hin zu hochkomplexen Prozeduren im Hybrid-OP.