Studie informiert zu Kreislaufwirtschaft in der Medizintechnik

Symboldarstellung Kreislaufwirtschaft
Ziel Kreislaufwirtschaft: Der Gesundheitssektor ist durchschnittlich für 4,4 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich (Foto: 3rdtimeluckystudio/123rf.com)

Die Innovationsgesellschaft Biopro Baden-Württemberg hat die Studie „Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit: Ökodesign und Kreislaufwirtschaft in der Medizintechnik“ veröffentlicht. Sie beleuchtet Herausforderungen in diesem Themenkomplex, und zeigt regionale Potenziale auf.

Seit Jahrzehnten übersteigt die Nachfrage nach natürlichen Ressourcen das, was die Erde regenerieren kann. Gleichzeitig führt ein Anstieg der Treibhausgase zu einem Temperaturanstieg, der sich bereits heute etwa durch Naturkatastrophen bemerkbar macht. Welche Kosten das verursacht, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz errechnet: Alleine in den letzten Jahren wurden Schäden von über 80 Milliarden Euro durch Extremwetter in Deutschland verursacht.

Gesundheitssektor als Treibhausgas-Verursacher

Der Gesundheitssektor ist durchschnittlich für 4,4 Prozent der globalen Gesundheitssektoremissionen verantwortlich, in Deutschland ist der Anteil sogar noch höher. Um die Gesundheitsindustrie nachhaltig auszurichten, müssen unterschiedliche Ansatzpunkte parallel umgesetzt werden: die Industrie muss weg von der Nutzung endlicher hin zu nachwachsenden Rohstoffen, weg von der Verschwendung knapper Ressourcen hin zu einer effizienten Ressourcennutzung, anstelle einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft sowie weg von der Nutzung fossiler und begrenzter hin zu erneuerbaren Energien.

Zu genau diesem Thema veröffentlicht die Biopro Baden-Württemberg nun die Studie „Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit: Ökodesign und Kreislaufwirtschaft in der Medizintechnik“. Die Studie beleuchtet nicht nur relevante Herausforderungen in diesem Themenkomplex, sondern zeigt auch Potenziale für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Die vollständige Publikation kann hier kostenfrei als PDF-Datei geladen werden.

Chancen zur Weiterentwicklung identifiziert

Der Veröffentlichung der neuen Publikation ging ein intensiver Austausch mit Unternehmen voraus: Im Rahmen einer gleichnamigen Veranstaltung wurden Herausforderungen und Chancen zur Weiterentwicklung hin zu einer nachhaltigen Entwicklung identifiziert und diskutiert. Deutlich wurde, wie wichtig es für Unternehmen ist, sich schon jetzt nachhaltig aufzustellen. Neben den Anstrengungen, die Energieversorgung klimaneutral zu gestalten, gilt es auch, sich die Materialien für Produkte und Verpackungen sowie die Produktionsprozesse und Kreislauffähigkeit von Produkten und Systemen genauer anzuschauen – entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Denn um die Gesundheitswirtschaft nachhaltig zu gestalten, sind Kooperationen und die Zusammenarbeit aller Akteure notwendig.

Nachhaltigkeit als Innovationstreiber

„In Zeiten von Instabilität und tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozessen sind wir aufgefordert, die Zukunft neu zu denken. Ein neues Mindset und eine echte nachhaltige Transformation aller Wirtschaftsbereiche ist nur durch eine branchenübergreifende Vernetzung und eine systemische Zusammenarbeit möglich. Nachhaltigkeit ist ein Innovationstreiber für den Wandel, der zu neuen Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen führen wird und die Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsindustrie in Baden-Württemberg sichern hilft.“ kommentiert Biopro-Geschäftsführer Professor Ralf Kindervater.

Die Landesgesellschaft will die Unternehmen der Medizintechnikbranche weiterhin auf ihrem Weg in eine nachhaltige Zukunft begleiten. So dreht sich der kommende „Treffpunkt Gesundheitsindustrie“ am 28. Juni 2023 in Stuttgart beispielsweise rund um das Thema Nachhaltigkeit, Resilienz und Schlüsseltechnologien.

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