Siemens Healthineers investiert in neues Ausbildungscenter

Blick in Siemens Healthineers-Ausbildungszentrum
Siemens Healthineers-Ausbildungszentrum: Baubeginn auf dem etwa 2.600 Quadratmeter großen Gelände könnte Anfang 2020 sein. (Foto: Siemens Healthineers)

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers will am Hauptsitz in Erlangen in den nächsten drei Jahren rund 58 Millionen Euro ein weiteres Ausbildungs- und Trainingscenter investieren.

Das neue Ausbildungs- und Trainingscenter in Erlangen soll sowohl für die eigene Berufsausbildung genutzt werden als auch für das Training der Servicemitarbeiter. Außerdem möchte Siemens Healthineers mit dem weiteren Gebäude einen Lernort schaffen, an dem sich neue Ausbildungsinhalte, wie Grundlagen der Digitalisierung, 3D-Druck und Robotik, auch mit entsprechender Technik vermitteln lassen. Dafür sollen die Klassenräume nach modernsten digitalen Standards ausgestattet werden und zusätzlich mehr Schulungen via Internet ermöglichen als bisher. 

Servicemitarbeiter können an den neuesten medizinischen Geräten die Wartung und Reparatur lernen; Technisches Personal kann die richtige Bedienung der Geräte und Software trainieren. Seit vielen Jahrzehnten investiert Siemens Healthineers in die Aus- und Weiterbildung der internen Servicemitarbeiter, die Kunden bei technischen Angelegenheiten weiterhelfen und unterstützen. Die Digitalisierung erfordert dabei neue Trainingsmethoden, -technologien und -ausstattung. Das neue Gebäude wird diverse Möglichkeiten für moderne Trainingsmethoden bieten, wie beispielsweise Virtual Reality Trainings, Virtual Instructor Led Trainings und vieles mehr.

Eigenständige Ausbildungsorganisation

Anfang 2018 wurde die Ausbildungsorganisation für Siemens Healthineers aus der Siemens AG herausgelöst und eigenständig aufgestellt. Etwa 130 junge Menschen werden bei Siemens Healthineers im September 2019 mit einer Berufsausbildung oder einem Dualen Studium beginnen, davon sind rund 30 Prozent Frauen. Mit einem Anteil von circa 80 Prozent liegt der Schwerpunkt auf technischen und IT-Berufen. Etwa 20 Prozent der Ausbildungsplätze entfallen auf duale Studiengänge. Während die Berufsausbildung mit einem IHK-Abschluss beendet wird, schließen die dual Studierenden ihr Studium als Bachelor of Arts, Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science ab.