Schnelle Informationen bei Fragen zu Krebs

Junge Krebs-Patientin
Junge Krebs-Patientin: Fundierte Fakten zur Erkrankung, aber auch Einfühlungsvermögen gefragt (Foto: © andreaobzerova – fotolia.com)

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums ersetzt keinen Arzttermin, bietet aber telefonisch und per E-Mail fundierte Antworten auf dringende Fragen für Patienten, die an Krebs erkrankt sind.

Laut einer Forsa-Umfrage, die der Verband der Ersatzkassen e. V. im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben hat, sind ein Viertel der Menschen im ländlichen Raum mit der Gesundheitsversorgung vor Ort unzufrieden: Für über 50 Prozent dauert das Warten auf einen Facharzttermin zu lang und die Entfernung zur entsprechenden Praxis ist zu weit. Außerdem findet jeder sechste Befragte in ganz Deutschland, dass sich Ärzte zu wenig Zeit für ihn nehmen. Auch viele Krebspatienten fragen sich, an wen sie sich wenden können, mit ihrem aktuellen Informationsbedürfnis, ihren Unsicherheiten und Ängsten.

Krebsinformationsdienst als ergänzendes Angebot

„Wir können das Gespräch mit dem behandelnden Arzt zwar nicht ersetzen. Aber wir sind ein fachlich versierter Ansprechpartner für alle, die schnell individuelle Informationen zu Krebs benötigen – auch außerhalb von üblichen Sprechzeiten“, erläutert Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes. Täglich von 8 bis 20Uhr (kostenlose Rufnummer: 0800 420 30 40, E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de) beantworten Ärztinnen und Ärzte alle Fragen zum Thema Krebs. An den Standorten Heidelberg und Dresden werden zudem persönliche Sprechstunden angeboten. Eine umfangreiche Datenbank enthält ständige aktuelle Informationen, aber auch über Jahrzehnte gesammeltes Wissen. Sie wird regelmäßig mit dem Neuesten aus Forschung und Klinik gefüttert. Auch die Inhalte der Webseite www.krebsinformationsdienst.de beruhen auf diesem Wissensfundus.

Zeit und ein offenes Ohr

Auch wenn es den KID schon seit mehr als 30 Jahren gibt, flächendeckend bekannt ist er noch nicht. Zurzeit nutzen vor allem Menschen aus Baden-Württemberg, dem Heimatland des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums, das Angebot intensiv. Dr. Susanne Weg-Remers dazu: „Gerne möchten wir auch für Ratsuchende aus den anderen Bundesländern da sein, denn wir bieten Leistungen, die nicht selbstverständlich sind: fundierte Fakten zur Erkrankung einerseits, aber auch Einfühlungsvermögen, viel Zeit für jeden Einzelnen und ein offenes Ohr.“

Größte biomedizinische Forschungseinrichtung

Der Krebsinformationsdienst ist ein kostenfreies Angebot des Deutschen Krebsforschungszentrums. Ziel ist es, unabhängig zu informieren, frei von Interessenkonflikten und ohne Werbung. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.000 Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken.