Geruchssensor beflügelt Investoren-Fantasie

Geruchs-Software „Smell Inspector”
Geruchs-Software „Smell Inspector”: Schutz vor gefährlichen Gasen für Mensch und Umwelt (Foto: Smart Nanotubes)

Das Dresdner Start-up Smart Nanotubes Technologies hat zwölf Stunden nach Start einer Crowdfunding-Kampagne 190 Prozent des Fundingziels erreicht. Das Unternehmen hat den auf Nanotechnologie basierenden Geruchsdetektor-Chip Smell iX16 entwickelt.

66.000 Dollar sammelte Smart Nanotubes Technologies für seine Digitale Nase „Smell Inspector” innerhalb weniger Stunden ein. Der Smell Inspector ist Entwicklerplattform und Endgerät in einem und nutzt den Chip Smell iX16, den das Gründerteam Dr. Viktor Bezugly und Dr. Birte Sönnichsen in jahrelanger Forschungsarbeit entwickelt hat. Der Chip ist den Entwicklern zufolge wesentlich empfindlicher, kleiner und energieeffizienter als herkömmliche Gas-Sensoren. Zudem soll er deutlich günstiger und in größeren Stückzahlen produziert werden können.

Schutz von Mensch und Umwelt

Zum Einsatz kommen soll die Technologie etwa in IoT-Systemen und im Bereich Smart Home, um Mensch und Umwelt vor gefährlichen Gasen und Stoffen zu schützen. Die Plattform Smell Inspector ist kompatibel mit Einplatinencomputern wie Arduino und Raspberry Pi und bietet damit breite Einsatzmöglichkeiten für Entwickler. Mithilfe der Crowdfunding- Kampagne will Smart Nanotubes eine weltweite Community aufbauen, die das maschinelle Riechen voranbringt. In dem auf Kickstarter erhältlichen Entwickler-Kit ist zusätzlich auch die eigens entwickelte KI-basierte Software Smell Annotator enthalten.

Erste Geruchsdatenbank geplant

Gemeinsam mit den Anwendern will Smart Nanotubes die erste Geruchsdatenbank der Welt aufbauen. Die Kickstarter-Community kann sich freiwillig an diesem Forschungsprojekt beteiligen. Je mehr Daten in die KI-Software eingespeist werden, desto besser lernt diese, Gerüche einzelner Stoffe auch in unterschiedlichen Zusammensetzungen zu identifizieren.

Um die gesteckten Ziele zu erreichen, hat Smart Nanotubes ein multidisziplinäres Team aus Forschern und Industrieexperten mit Fachkenntnissen in Physik, Chemie, Elektrotechnik, Bioingenieurwesen, Softwareentwicklung, Wirtschaftsingenieurwesen, Marketing und Geschäftsentwicklung versammelt. Das Start-up arbeitet eng mit verschiedenen universitären Forschungseinrichtungen wie der TU Dresden und der TU München zusammen. Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 11. März 2021.

Jetzt den wöchentlichen mednic-Newsletter abonnieren


Mit der Bestätigung des Newsletter-Abonnements willigen Sie ein, dass die zur Anmeldung angegebenen persönlichen Daten zum Zweck der Newsletter-Zustellung verwendet werden. Nähere Informationen zum Datenschutz auf mednic.de finden Sie hier.

Sie können den mednic-Newsletter jederzeit wieder abbestellen - einen entsprechenden Link finden Sie in jedem zugestellten Newsletter.