Digitales Labordatenmanagement ist gefragt

Datenverwaltungs-Software Labfolder im Einsatz auf Tablet-PC bei Wissenschaftlerin im Labor
Die Datenverwaltungs-Software Labfolder wird international von mehr als 13.000 Wissenschaftlern genutzt. (Foto: Labfolder)

Das Start-up Labfolder hat innerhalb kurzer Zeit zwei Großkunden gewonnen: Nach der Max-Planck-Gesellschaft setzt künftig auch das Berliner Institut für Gesundheitsforschung das digitale Labordatenmanagement ein.

Die Datenverwaltungs-Software von Labfolder steht mit der jüngsten Vereinbarung den mehr als 4.000 forschenden Mitgliedern des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) an der Charité und am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch zur Verfügung. Ziel ist es, die die Digitalisierung wissenschaftlicher Arbeitsvorgänge an der Charité und am MDC voranzutreiben.

„Die Lizenzvereinbarung mit dem BIH als eine besondere Wissenschaftseinrichtung in Berlin ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unseres Unternehmens”, sagt Labfolder-CEO Dr. Simon Bungers. Der Vertragsabschluss zeige außerdem „wie wichtig zentrale und digitale Lösungen für das Datenmanagement an großen Forschungsverbünden sind“, so Bungers. Die Lösung von Labfolder erfüllt dem Anbieter zufolge alle Compliance-Anforderungen und ermöglicht ein einheitliches Konzept für Datensicherheit und Archivierung.

Was die Labfolder-Lösung kann

Die Labordatenmanagement-Software von Labfolder erlaubt es Wissenschaftlern, die Daten aus unterschiedlichsten Quellen wie Computern, Tablets, Laborgeräten und medizinischen Mess- und Diagnose-Geräten zu erfassen, zu verknüpfen und zu verwalten. Dabei werden alle Laborrichtlinien und Industriestandards eingehalten. Die Labfolder-Lösung will auf diese Weise die Forschungsarbeit erleichtern, ebenso wie die Datenanalyse und die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern über Abteilungen und Kontinente hinweg. Labfolder kann auf lokalen Servern der Institute und einem zentralen Server installiert werden. Die Datenplattform kann von den BIH-Wissenschaftlern selbst auf deren Bedürfnisse angepasst werden.

Ablösung des klassischen Laborbuchs

Bisher ist das klassische papiergebundene Laborbuch für viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch immer das zentrale Arbeitsinstrument für die Dokumentation. Häufig erfolgt das Datenmanagement über unterschiedliche Instrumente parallel: Papiernotizbücher, lokal gespeicherte Daten und File-Server. Hierbei besteht das Risiko, dass die richtlinientreue Dokumentation, das Wiederfinden und das nachhaltige Verwerten von wissenschaftlichen Daten oft nur eingeschränkt möglich sind. Gleichzeitig wachsen die Datenmengen exponentiell. Die Digitalisierung und Optimierung des Datenmanagements in Forschung und Klinik mit elektronischen Laborbüchern ist somit von besonderer Bedeutung.

Info:
Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung | Berlin Institute of Health (BIH) ist eine Wissenschaftseinrichtung für Translation und Präzisionsmedizin. Das BIH widmet sich neuen Ansätzen für bessere Vorhersagen und neuartigen Therapien bei progredienten Krankheiten, um Menschen Lebensqualität zurückzugeben oder sie zu erhalten. Die Gründungsinstitutionen Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) sind im BIH eigenständige Gliedkörperschaften.