Digital Lab für das Medical Design der Zukunft

Blick ins Digital Lab bei Designaffairs
Blick ins Digital Lab bei designaffairs: „Ideen für vernetzte Produkte, intelligente Services sowie automatisierte Geräte“ (Foto: designaffairs)

Produkte und Prozesse, die den Anforderungen der Medizintechnik und von Kliniken gerecht werden, entwickelt das Münchner Unternehmen designaffairs in seinem Digital Lab. Im mednic-Gastbeitrag zieht Geschäftsführer Michael Lanz ein Jahr nach dem Start eine positive Zwischenbilanz.

Gastbeitrag von Michael Lanz

Ein Algorithmus, der ein medizinisches Gerät steuert, eine Datenbank, die Wissen zur Verfügung stellt oder eine Voice-Control-Technologie, die Arzt und Maschine miteinander verknüpft: Die Digitalisierung bietet viel Potenzial für die Healthcare-Branche. Doch oft herrscht noch Unsicherheit, wie man Big Data, Künstliche Intelligenz und Co. sinnvoll und auf verantwortungsvolle Weise für das eigene Business nutzen kann. Denn hierfür braucht es Experten, die sich mit den Chancen und auch Grenzen der vierten industriellen Revolution auseinandersetzen und ihr Wissen auf professionelle Lösungen für die Industrie übertragen.

Mednic-Gastautor Michael Lanz
Mednic-Gastautor Michael Lanz: „Medizin 4.0 Realität werden lassen“ (Foto: designaffairs)

Um dieses Ziel zu verfolgen, haben wir bei designaffairs Ende 2017 das Digital Lab gegründet, das in unserem Headquarter in München angesiedelt ist. Für uns ist es der kreativ-digitale Freiraum, den wir zur Verwirklichung von „Design by Data“ brauchen. Kombiniert mit unserem jahrelangen Know-how im Medical Design, einer Spezialisierung des Industriedesigns, entwickeln wir so zukunftsfähige Produkte und Prozesse, die den hohen Anforderungen der Medizintechnik und der Kliniken gerecht werden.

Den Innovationen auf der Spur

In diesem Testlab denken wir über die Zukunft nach, entwickeln Szenarien, probieren Dinge aus. Solche Ideenschmieden bieten das ideale Umfeld für Innovationen. Denn diese entstehen dadurch, dass man intelligente Leute zusammenbringt und ihnen die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen, neue Ansätze zu entwickeln und diese im kleinen Maßstab umzusetzen. Bei uns im Digital Lab erarbeiten Data Scientists und Experten unterschiedlicher Designdisziplinen Ideen für vernetzte Produkte, intelligente Services sowie automatisierte Geräte und entwickeln Prototypen.

Mut zum Experimentieren – und zum Scheitern

Unser Digital Lab ist mit gesondertem Budget und eigenen Mitarbeitern bewusst vom Alltagsgeschäft bei Desigsnaffairs getrennt. So kann sich das Team jenseits des Alltagsgeschäfts mit Themen wie Machine Learning und Data Science erstmal spielerisch auseinandersetzen, Dinge ausprobieren, provozierende Fragen stellen, ohne dass direkt der Return of Invest im Fokus steht. Denn eins ist für uns klar: Wer Innovationen erschaffen will, der sollte neue Wege gehen – und diese sind nicht immer geradlinig. Doch ein Innovationslab bietet genau den richtigen Freiraum für eine Zickzackkurs, aus dem man lernen und neue Denkansätze entwickeln kann.

Mitarbeiter im Testlabor im Gespräch
Testlabor für Medical Design: „Intelligente Leute zusammenbringen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen, neue Ansätze zu entwickeln“ (Foto: designaffairs)

Erkenntnisse gewinnbringend nutzen

Gemeinsam mit unseren Kunden arbeiten wir im Digital Lab an den Herausforderungen, mit denen wir täglich konfrontiert sind und eignen uns entsprechendes Know-how an. Auch für unsere Kunden bietet das Lab somit einen kreativ-digitalen Freiraum, in dem sie sich mit individuellen Fragestellungen auseinandersetzen können. Denn natürlich ist es unser Anspruch, unsere neugewonnenen Erkenntnisse für das Tagesgeschäft von Designaffairs einzusetzen. Und nach unserer bisherigen Erfahrung bestätigt sich: Wir können unser Know-how aus dem Lab an die Anforderungen in Kundenprojekten anpassen, hierfür nutzen und neue Leistungen erarbeiten. Denn unsere Erfahrung im Medical Design zeigt: Es geht nicht „nur“ um ein rein physisches Produkt. Wir entwickeln ganze Produkt-Ökosysteme, die Hardware, Software und Services kombinieren. Das Ziel: Ein optimales Nutzerbedürfnis – für das medizinische Personal ebenso wie für die Patienten – zu ermöglichen. Und um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, unterstützen Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz den Designer bei der Umsetzung vernetzter Produkte, intelligenten Services und automatisierten Geräten.

Gestalter der digitalen Transformation

Ein Jahr nach der Gründung des Labs ziehen wir ein positives Resümee. Es bietet unseren Kunden und uns die Chance, die digitale Transformation mitzugestalten und auf der digitalen Spielwiese die Innovationen von morgen zu entwickeln. Unser Ziel werden wir daher weiterhin verfolgen und klar im Blick haben: Wir möchten einen entscheidenden Beitrag leisten, um die digitale Transformation sinnvoll und effizient zu gestalten – und so nicht zuletzt auch Medizin 4.0 Realität werden lassen.

Lesen Sie hier im Gastbeitrag von designaffairs-Mitgründer und Geschäftsführer Gerd Helmreich, wie Design als Katalysator in der Digitalisierung fungieren kann