Digital Health: Diese Start-ups sind die Gewinner

Selfapy-Gründerin Nora Blum und Lindera-Gründerin Diana Heinrichs bei der Preisverleihung. (Foto: Barmer)

Mit ihren Ideen zur Gesundheitsförderung haben jetzt zwei Start-ups den „Digital Health Wettbewerb“ der Barmer gewonnen. Ausgezeichnet wurden die Start-ups Lindera und Selfapy. Eine Jury wählte ihre Ideen aus sieben Finalisten aus.

Lindera soll dabei helfen, Stürze von älteren Menschen zu vermeiden. Dazu analysiert eine App den individuellen Gang sowie das persönliche Umfeld des Patienten und erstellt daraus Hinweise für Angehörige oder Pflegedienste. Menschen mit Essstörung stehen im Fokus von Selfapy. Sie werden aus ernährungspsychologischer Sicht unterstützt. Ziel ist es, die gesunde Ernährung der Betroffenen zu fördern. Dazu stellt eine App Trainingsmodule in Form von Videos und Texten zur Verfügung. Begleitet werden die Nutzer von Psychologen am Telefon oder via Chat.

Der Wettbewerb der Barmer wurde zum ersten Mal veranstaltet. „Die Einsendungen zum Digital Health Wettbewerb haben gezeigt, wie einfallsreich und unterschiedlich die Ansätze zur Prävention und Gesundheitsförderung sein können. Die digitalen Ideen von heute prägen das Gesundheitswesen der Zukunft. Wir werden diese Ideen auf ihrem weiteren Weg begleiten“, so Barmer-Vorstandsmitglied Dr. Mani Rafii, der auch Schirmherr des Wettbewerbs ist.

Expertenhilfe für die Gewinner

Im Rahmen des Wettbewerbs waren Start-ups, Gründer und junge Unternehmer aufgerufen, sich mit ihren digitalen Lösungen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz zu bewerben. Die beiden Gewinner-Start-ups bekommen nun Experten der Barmer an die Seite gestellt. „Jede Innovation, auch im Gesundheitswesen, besteht aus drei Schritten. Zunächst muss man das Problem erkennen, es zweitens lösen und drittens diese Lösung im Alltag der Menschen etablieren“, sagt Rafii und ergänzt: „Die ersten beiden Hürden haben die Teilnehmer des Wettbewerbs hervorragend genommen. Ab hier aber braucht es Unterstützung. Die letzte Herausforderung bestünde darin, gute Ideen auch für den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung vorzubereiten. Dabei sollen die Start-ups nun tatkräftig unterstützt werden.