Biometrische Authentifizierung für Plasma-Spender

Vorder- und Rückseite einer menschlichen Hand
Vorder- und Rückseite einer menschlichen Hand: Die Position der Venen bleibt zeitlebens unverändert und ist bei jedem Menschen unterschiedlich. (Foto: © arcady31/123rf.com)

Wie können sich dringend benötigte Blutplasmaspender in Zeiten von Covid-19 schnell und sicher authentifizieren? Das Unternehmen Twinsoft biometrics setzt hier auf die menschliche Handvene.

Die Handvenenerkennung ist ein biometrisches Verfahren zur Identifikation von Personen, bei dem das Venenmuster einer Hand erfasst und mit einem Referenzmuster verglichen wird. Die Position der Venen bleibt zeitlebens unverändert und ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Die Handvenenerkennung ist daher vom Sicherheitsniveau her mit der Iriserkennung vergleichbar.

So authentifizieren sich seit über zwei Jahren Blutplasma-Spender in den neun bundesdeutschen Spendezentren von Plasma Service Europe (PSE) mit ihrer Handvene. Gleiches gilt auch für die Ärzte und andere Mitarbeiter des Unternehmens. 

Biometrische Merkmale wie die in den Plasmazentren eingesetzte Handvene können mit der Biometrie-Management-Suite „BioShare“ in Echtzeit die Authentizität von Menschen sicher und sehr einfach bestätigen. Dabei sind die Handvenenmuster bei der PSE auf verschlüsselten RFID-Karten gespeichert. Das System hat sich bereits bewährt: Mehrere Millionen erfolgreiche Authentifizierungen wurden in den vergangenen zwei Jahren registriert.

Beschleunigter Ablauf durch Digitalisierung

Durch die nur sehr schwer fälschbare Handvene können die Spender ihre Genehmigungen und Unterschriften erteilen – damit werden laut Anbieter ein hohes Sicherheitslevel und eine Zeitersparnis erreicht. Die Verweildauer der Spender im Spenderzentrum wird minimiert – ein wichtiger Aspekt gerade in Zeiten von Covid-19. Viele Prozesse in den Spendezentren, die früher sehr viel mehr Aufwand, Zeit, Kosten und Papier bedeuteten, können nun digital, hygienisch und effizienter erledigt werden.