Therapie-App gegen Knieschmerzen

Die TK bringt Therapie-App gegen Knieschmerzen. (Staras/123rf.com)

Eine Therapie-App gegen Knieschmerzen stellt die Techniker Krankenkasse (TK) nun ihren Versicherten zur Verfügung. Sie soll Erkrankten dabei helfen, ihre Gelenkfunktion zu trainieren und Muskeln aufzubauen.

Die App „eCovery“ unterstützt die Betroffenen abgestimmt auf deren individuelle Verletzung oder Erkrankung. Medizinisch fundierten Trainingsvideos sollen gezielte Unterstützung bieten. Dabei dokumentiert die Anwendung den Trainingsfortschritt, passt das persönliche Trainingsprogramm kontinuierlich an und erinnert an Übungen, die noch absolviert werden sollten.

Schmerzbekämpfung digital

„Mit der App auf dem Smartphone lässt sich das Training sehr gut in den persönlichen Tagesplan integrieren. Versicherte brauchen keine speziellen Trainingsgeräte aus und können die Übungen an jedem Ort absolvieren“, sagt der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast.

Entwickelt wurde die digitale Therapiehilfe vom Leipziger Start-up eCovery gemeinsam mit Physiotherapeuten und Orthopäden. Ausgangspunkt ist eine ausführliche Anamnese der Patientin oder des Patienten. „Das Training wird für jeden Patienten individuell zugeschnitten. Es gibt Übungen für bis zu 300 verschiedene Diagnosen – vom Meniskusproblem bis zur Arthrose im Knie“, erläutert eCovery-Gründer Marcus Rehwald.

„Mitwachsendes“ Trainingsprogramm

Das videogestützte Trainingsprogramm dauert entweder bis zu bis zwölf oder 24 Wochen. Es umfasst bis zu drei etwa halbstündige Trainingseinheiten pro Woche. Dabei lernt das Programm dazu: leichte Übungen steigen im Schwierigkeitsgrad, zu schwere Übungen werden abgemildert. Darüber hinaus dokumentiert die App auftretende Schmerzen und den Therapieverlauf. In Wissenskursen vermittelt die App darüber hinaus Informationen zu den individuellen Verletzungen und Erkrankungen und motiviert die Betroffenen dazu, am Ball zu bleiben. 

Die eCovery-App ist sowohl als hybrider Begleiter als auch für den Einzeleinsatz nutzbar. Die digitale Anwendung funktioniert zusammen mit gängigen Smartphones der Betriebssysteme iOS und Android verfügbar, auch eine Tablet-Version steht zur Verfügung.