Roche übernimmt Viewics Inc.

Luftaufnahme des Roche-Standortes in Penzberg (Oberbayern)
Der Roche-Standort Penzberg ist nicht nur eines der größten Biotechnologiezentren Europas, sondern mit gut 5.600 Mitarbeitenden auch ein bedeutender Jobmotor im bayerischen Oberland. (Foto: Roche)

Der Pharmakonzern Roche expandiert weiter im IT-Bereich und akquiriert den kalifornischen Data Analytics-Spezialisten Viewics. Mit dem Erwerb des Softwareunternehmens will Roche seine Position im „Integrated Core Lab“ weiter stärken. Die Lösungen von Viewics ermöglichen es, große Datenvolumen aus unterschiedlichen Labor IT-Systemen zu integrieren. So sollen Anwender finanzielle, operative und technische Entscheidungen schnell treffen können. Laborvorgänge können datengestützt optimiert werden.

Datenanalyse im Mittelpunkt

Auf Basis einer cloud-basierten Infrastruktur kann die Business Analytics Software von Viewics mit verschiedenen Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Computern genutzt werden.Die Viewics-Lösungen leiten aus Gesundheitsdaten verschiedener Quellen handlungsrelevante Erkenntnisse ab. Mit den generierten Informationen können unter anderem Entscheidungen zur Optimierung von Kosten und der Laborperformance getroffen werden. Die HIPAA-konforme Lösung gibt Entscheidern aus dem Labor, dem Management und der IT-Möglichkeiten für die Datenanalyse an die Hand. Die Lösungen können an die eigenen Anforderungen angepasst werden.

Standorte in USA und Indien

Viewics Inc. wurde 2010 im kalifornischen Sunnyvale gegründet und hat sich als Spezialanbieter im Bereich Business Analytics Lösungen etabliert. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen San José beschäftigt Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in den USA und in Pune, Indien.

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.000 Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Die großen operativen Gesellschaften befinden sich an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen, Mannheim und Penzberg. Nach eigenen Angaben hat Roche an den deutschen Unternehmensstandorten in den vergangenen fünf Jahren rund zwei Milliarden Euro investiert.