Philips kauft Vital Health

Philips Benelux-CEO Henk Valk und Vital Health-CEO Laurens van der Tang
Philips Benelux-CEO Henk Valk und Vital Health-CEO Laurens van der Tang bei der Vertragsunterzeichnung (Foto: Philips GmbH)

Royal Philips übernimmt Vital Health, einen Anbieter cloudbasierter Population Health Management-Lösungen. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht.

Produkte und Services von Vital Health, zum Beispiel für die vernetzte Versorgung, werden aktuell von über 100 Gesundheitsdienstleistern in den USA, China, Indien und europäischen Staaten eingesetzt. Vital Health mit Hauptsitz in den Niederlanden wurde 2006 von der US-amerikanischen Mayo Clinic sowie der Noaber Foundation gegründet und beschäftigt rund 200 Angestellte.

„Diese strategische Akquisition ist eine hervorragende Ergänzung unseres Angebots im Bereich Population Health Management. Sie unterstreicht unser Engagement, integrierte Lösungen für Leistungserbringer und Patienten zu bieten, um die Gesundheit der Menschen zu verbessern“, sagt Carla Kriwet, Chief Business Leader Connected Care & Health Informatics Businesses bei Royal Philips. „Als Pionier in der Entwicklung von Population Health Management-Lösungen unterstützen wir Leistungserbringer, Kostenträger und andere Akteure des Gesundheitssystems bei der Neuausrichtung des Gesundheitsmarktes hin zu Value Based Healthcare. Mit Vital Health stärken wir unser Angebot in den Bereichen Versorgungs- und Outcome-Management sowie Patienteninformation.” Vital Health-CEO Laurens van der Tang erhofft sich von der Philips-Übernahme, weltweit führender Anbieter für Population Health Management zu werden. Die digitalen Gesundheitslösungen von Vital Health würden sich sehr gut mit denen von Philips ergänzen.

Stichwort Population Health Management

Unter Population Health Management versteht man den proaktiven Ansatz, die Gesundheit großer Patientengruppen zu verbessern und gleichzeitig die Versorgungskosten zu reduzieren. Dazu gehört die Zusammenführung von Patientendaten aus verschiedenen Quellen und IT-Systemen. Zum Einsatz kommen Analysetools, um den genauen Versorgungsbedarf der Patienten zu erkennen, sowie Methoden zur besseren Navigation und Koordination im Gesundheitswesen. Nicht zuletzt liegt ein wichtiger Fokus auf der Mitarbeit der Patienten. Sie müssen aktiv in die Versorgung einbezogen werden, um Behandlungsergebnisse zu verbessern.