Moskito-Ausbreitung wird per App erfasst

Muecke
Moskito: Smartphone-App, ermöglicht es den Bürgern, Sichtungen von fünf Mückenarten an Wissenschaftsprojekt zu melden (Foto: © chuyu/123rf.com)

In 18 europäischen Ländern, darunter Deutschland, ist ab sofort die App „Moskito Alert“ zur Erfassung gefährlicher Mückenarten verfügbar, die sich durch den Klimawandel in Europa zunehmend verbreiten. 

Die App wird bereits seit fünf Jahren erfolgreich in Spanien genutzt. Sie wird jetzt mit Unterstützung der Organisationen Aedes Invasive Mosquito (AIM-COST) und Versatile Emerging infectious disease Observatory (VEO) auf weite Teile Europas ausgeweitet. Mit der App können alle interessierten Bürger Fotos von Moskitos in ihren Regionen machen und die Daten der Wissenschaft und den Behörden zur Verfügung stellen. Die aufgenommenen Bilder werden an ein Team von mehr als 50 internationalen Experten weitergeleitet. Jeder Bürger kann damit einen Beitrag leisten, gefährliche Arten besser zu überwachen.

Klimawandel begünstigt Europa-Expansion

Die Moskitoarten, die erfasst werden sollen, sind Krankheitsüberträger, beispielsweise von Dengue-Fieber, Zika und dem West-Nil-Virus. Auch in Deutschland gibt es laut Robert-Koch-Institut (RKI) seit dem letzten Jahr immer wieder vereinzelte Infektionen mit dem eigentlich tropischen West-Nil-Virus. Hintergrund: Durch den fortschreitenden Klimawandel können tropische Moskitoarten neue Regionen besiedeln, auch in Europa. Eine Studie aus dem Jahr 2019 zeigt: Bei einem weiteren Anstieg der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2080 könnten weltweit fast eine Milliarde Menschen zum ersten Mal einer durch die Aedes-Moskitos verursachten Virusübertragung ausgesetzt sein – 400 Millionen davon in Europa.

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