Gematik veröffentlicht TI-Atlas

DDer Heilberufsausweis ist bereits vielfach im Einsatz. (Foto: gematik)

Mit dem „TI-Atlas“ veröffentlicht die Gematik nun erstmals Zahlen, Daten und Fakten rund um die Telematikinfrastruktur (TI). Sie sollen zeigen, wie weit die Digitalisierung des Gesundheitswesens bereits gelungen ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. 

Der Status von Anwendungen wie der elektronischen Patientenakte (ePA) bei Medizinern und Versicherten wurde durch Umfragen unabhängiger Institute in zwei Vergleichsquartalen 2021 erhoben, ausgewertet und analysiert. Einige der Ergebnisse finden sich nun im TI-Atlas. „Mit unserer neuen Publikation geben wir interessante und wichtige Einblicke, wie es um die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland im Rahmen der Telematikinfrastruktur steht“, so Dr. Markus Leyck Dieken, Geschäftsführer der gematik. Das soll für mehr Transparenz sorgen.

Deutlich mehr TI-Anschlüsse

Laut den Erhebungen ist die Zahl der an die TI angeschlossenen medizinischen Einrichtungen im Jahr 2021 deutlich gestiegen. Ein Drittel der (Zahn-)Ärzteschaft ist mit dem Heilberufsausweis und mindestens einer Anwendung vollumfänglich einsatzbereit. Die elektronische Gesundheitsakte ist die bei medizinischen Einrichtungen bekannteste Anwendung. Jede dritte Arztpraxis hat sie bereits installiert, verwendet wird sie allerdings bislang nur selten.

Sicherheitsbedenken überwiegen noch 

Die meisten Vertreterinnen und Vertreter von Heilberufen haben allerdings noch Bedenken in Bezug auf die Datensicherheit digitaler Gesundheitsanwendungen. So vertrauen nur 43 Prozent der Ärztinnen und Ärzte auf die Sicherheit von Daten in der TI, in Bezug auf die Datensicherheit auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sind es sogar nur 40 Prozent. Besonders misstrauisch sind Ärzte, wenn es um die Sicherheit der Daten in der ePA geht. Die TI-Experten in Krankenhäusern hingegen sind zum größten Teil davon überzeugt, dass die Daten in der TI, auf der eGK und in der ePA sicher sind.

Notfalldatensatz ausbaufähig

Der Notfalldatensatz ist für Krankenhäuser und Arztpraxen entscheidend. Allerdings kann nur ein Drittel der Krankenhäuser und Arztpraxen auf Notfalldaten zugreifen. Zudem ist der Notfalldatensatz nur 14 Prozent der Versicherten bekannt. Nutzen würden ihn aber die meisten Versicherten (87 Prozent).

Positive Erwartungen

Mit dem TI-Messenger verbinden vor allem Krankenhäuser und Apotheken sehr positive Erwartungen. Im Zentrum stehen dabei eine besonders hohe Sicherheit sowie eine authentifizierte Nutzerschaft.

Versicherte aufgeschlossen

Die Versicherten in Deutschland stehen neuen digitalen Anwendungen zum größten Teil positiv gegenüber und möchten ihre Gesundheitsdaten digital selbst verwalten, beispielsweise in einer elektronischen Patientenakte (ePA). Die bekannteste Anwendung in der deutschen Bevölkerung ist das E-Rezept. Sieben von zehn Versicherten wollen künftig die Gematik-App nutzen. 

Der Großteil der Versicherten sieht beim Zugriff auf die Gesundheitsdaten allgemein, auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und in der elektronischen Patientenakte (ePA) den Datenschutz gewährleistet.

TI-Atlas soll regelmäßig erscheinen

Der TI-Atlas soll keine „Eintagsfliege“ bleiben. Er soll künftig jährlich den Status-quo der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen aufzeigen. Der aktuelle TI-Atlas ist hier erhältlich.

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