„eNurse“ für bessere, medizinische Versorgung

Krankenschwester im Gespräch mit Patientin
Krankenschwester im Gespräch mit Patientin (Foto: fotolia/© Photographee.eu)

Das bayrische Gesundheits- und Pflegeministerin unterstützt das Projekt „eNurse“ zum Ausbau der medizinischen Versorgung auf dem Land. Speziell ausgebildete Praxisassistentinnen sollen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bei Hausbesuchen entlasten.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat in Bayreuth einen Förderbescheid von rund 192.000 Euro für das Projekt „eNurse“ überreicht. Ziel der oberfränkischen Initiative: Eine bessere medizinische Versorgung auf dem Land. Huml betonte anlässlich der Übergabe des Förderbescheids an die Unternehmung Gesundheit Hochfranken (UGHO): „Bei ‚eNurse‘ handelt es sich um ein hochinnovatives Projekt. Ich bin überzeugt, dass der Einsatz digitaler Medien in der medizinischen Versorgung zukunftsweisend ist.“

Direkte Datenübermittlung an Hausarztpraxis

Im Rahmen des Projekts „eNurse“ entlasten speziell ausgebildete Praxisassistentinnen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bei den Hausbesuchen. So können die „eNurses“ beispielsweise die Wundversorgung übernehmen, den Gesundheitszustand des Patienten überprüfen oder kontrollieren, ob der Patient regelmäßig seine Medikamente einnimmt. Die Übermittlung der Daten erfolgt direkt an die Hausarztpraxis durch die betreuende „eNurse“. Das Projekt wird derzeit im Landkreis Hof, der Stadt Hof und im Landkreis Wunsiedel getestet.

Mehr Zusammenarbeit und Vernetzung

Die Ministerin erläuterte: „Die ‚eNurse‘ kann zum einen die Zusammenarbeit und Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen verbessern, indem sie Patientinnen und Patienten betreut, die von mehreren Ärztinnen und Ärzten gemeinsam behandelt werden. Zum anderen werden die Ärztinnen und Ärzte entlastet, denen die ‚eNurse‘ im Rahmen der Delegation viele Hausbesuche abnimmt. Darüber hinaus ermöglicht es der Einsatz moderner telemedizinischer Technologie, Befunde direkt an die betreuenden Ärztinnen und Ärzte zu übermitteln oder spontan eine Videokonferenz abzuhalten. Ich bin überzeugt davon, dass es sich bei der Initiative um ein zukunftsweisendes Projekt handelt, das mit dem Einsatz digitaler Medien dazu beiträgt, die medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern und zu optimieren.“

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert mit bis zu 200.000 Euro innovative medizinische Versorgungskonzepte (IMV). Die Unterstützung ist Teil des Förderprogramms zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in den ländlichen Regionen des Bundeslands Bayern.