Bildgebung für minimal-invasive Eingriffe

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Mit Hilfe der Software „syngo.CT Coronary Analysis“ kann nach dem Scan mit dem Computer-Tomographen eine koronare Herzkrankheit in weniger als einer Minute ausgeschlossen werden oder quantifiziert und charakterisiert werden. (Foto: Siemens-Pressebild)

Auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Rom steht der Trend zu vermehrten, minimal-invasiven Eingriffen im Fokus, besonders für komplexere Fälle. Unerlässlich bei Diagnostik, Therapie und Nachsorge ist für minimal-invasive Eingriffe die medizinische Bildgebung. Siemens Healthineers unterstützt Kardiologen mit neuen Lösungen dabei, in jedem Behandlungsschritt die Bildgebung für Patienten zu optimieren.

Offene OP nicht immer möglich

Viele Herzpatienten befinden sich heute bereits in einem hohen Alter, wenn ihnen die Diagnose einer strukturellen oder koronaren Herzerkrankung gestellt wird. Dies hat entscheidenden Einfluss auf die möglichen Therapieoptionen. Für eine offene Herzoperation kommen diese sensiblen Patientengruppen beispielsweise aufgrund allgemeiner Risiken bei Vollnarkose und Rehabilitation, sowie aufgrund bereits bestehender chronischer Erkrankungen, wie Diabetes oder einer Herzschwäche, nicht in Frage. Für diese komplexen Fälle sind schonendere Verfahren, die minimal-invasiv durchgeführt werden, ein wichtiger Therapieansatz.

Transeophageale Echokardiographie verbessert

Bei der TEE werden Echtzeit-Aufnahmen vom Herzen gemacht. Dabei wird eine Schlucksonde in die Speiseröhre des Patienten eingeführt, die hochfrequente Ultraschallwellen zur Bildgebung nutzt. Siemens Healthineers hat dafür “Acuson SC2000 Prime” entwickelt: Mit dem Ultraschallsystem können 3D-TEE-Vollvolumen-Farbdoppleraufnahmen von Herz und Blutfluss gemacht werden und mit Hilfe der integrierten Analysesoftware „eSie Valves“ kann zugleich innerhalb von Sekunden die genaue Vermessung der einzelnen Herzklappen vorgenommen werden. Dies erleichtert die Auswahl der einsetzbaren medizinischen Implantate. Anhand von 3D-Ultraschallbildern können ferner das Ausmaß der Regurgitation der Mitralklappe sowie der Aufbau und die Messdaten des Herzens insgesamt analysiert werden. Auf Basis dieser Informationen entscheidet ein interdisziplinäres Herz-Team, ob ein chirurgischer oder minimal- invasiver Eingriff der geeignete Therapieansatz ist.

“Technologiesprung”

Mit dem TEE-Schallkopf des „Acuson SC2000 Prime“ können 3D-Bilder des Herzens in Echtzeit ohne Stitching erfasst werden. „Die Gesamtanatomie und den Gesamtblutfluss mit hohen Volumenraten zu sehen, wie es die Echtzeitdaten des 3D-TEE-Systems von Siemens ermöglichen, macht wirklich einen großen Unterschied. Herzklappeneingriffe können dadurch mit größerer Präzision und Sicherheit durchgeführt werden. Das senkt das Risiko für den Patienten und hat potenziell bessere Ergebnisse zur Folge. Dies ist ein echter Technologiesprung“, sagt der Kardiologe Professor Stéphane Lafitte vom Hôpital Cardiologique CHU in Bordeaux.