Ärztetag fordert bessere Notfallversorgung

Hinweistafel Notaufnahme
Notaufnahme: Immer mehr Patienten blockieren mit kaum bedrohlichen Erkrankungen die Notaufnahmen von Kliniken (Foto: © schulzfoto/fotolia.com)

Die Zahl der Patienten, die eine Notaufnahme oder Notfallpraxis in Anspruch nehmen, hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Der 120. Deutsche Ärztetag in Freiburg fordert angesichts dieser Entwicklung einen konsequenten Ausbau sektorenübergreifender Notfallversorgungsstrukturen gefordert.

In Kooperation zwischen Kliniken und Praxen soll der Ausbau der Notfallversorgung sektorenübergreifend extrabudgetär finanziert werden. Darüber hinaus sollen Patientinnen und Patienten besser darüber aufgeklärt werden, in welchen Fällen sie in die Notaufnahme kommen sollten oder besser einen niedergelassen Arzt aufsuchen.

Konkret forderten die Delegierten des Ärztetages, Notfallpraxen, beziehungsweise Bereitschaftspraxen an dafür geeigneten Kliniken als Anlaufstellen zu schaffen. Im Rahmen des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes könnten Patienten dort ambulant versorgt und bei Bedarf an die stationären Notaufnahmen weitergeleitet werden.

Ambulante Notfallversorgung sicherstellen

Zudem riefen die Delegierten die Städte, Kreise und Kommunen dazu auf, ihren Auftrag zur Daseinsvorsorge ernst zu nehmen und ausreichend Ressourcen zur Verfügung zu stellen. In gleicher Weise forderte der Ärztetag die Kassenärztlichen Vereinigungen auf, den gesetzlichen Sicherstellungsauftrag für die ambulante Notfallversorgung unter der Berücksichtigung regionaler oder lokaler Anforderungen so zu erfüllen, dass die Kliniken von der ambulanten Notfallversorgung spürbar entlastet werden.