Wearable unterstützt bei Kinderwunsch

Tagsüber kommt der Sensor zum Aufladen in eine Box. (Foto: trackle/Maxi Uellendahl)

Ein Wearable soll Frauen mit Kinderwunsch künftig dabei helfen ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen. Das neue hormonfreie Wearable „trackle“ hat dazu die Temperaturmethode automatisiert und in die digitale Welt übertragen.

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland haben einen Kinderwunsch, der sich nicht so leicht verwirklicht wie erhofft – für zwei Millionen bleibt er dauerhaft unerfüllt. Eine natürliche Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen, ist die Temperaturmethode. Besonders einfach soll das künftig mit dem Wearable trackle funktionieren. trackle basiert auf standardisierten Methoden der symptothermalen Familienplanung. Im Mittelpunkt steht dabei die tägliche Erfassung und exakte Bestimmung der niedrigsten Körperkerntemperatur. Zusätzlich werden weitere Informationen zum Zyklus erfasst. Das kleine Wearable ist tampongroß, voll in Silikon gegossen und wird in der Nacht vaginal getragen. Dort wird die Körperkerntemperatur über die gesamte Dauer des Schlafes gemessen. Morgens sieht die Nutzerin die Ergebnisse auf ihrem Smartphone.

„Tagsüber kommt der Sensor in seine Box zum Aufladen. Von dort werden die Daten drahtlos auf das Handy übertragen“, erklärt Katrin Reuter, Gründerin und Geschäftsführerin von trackle.  Die trackle-App soll dann genau anzeigen, ob sich die Frau in einer fruchtbaren oder nicht fruchtbaren Zyklusphase befindet. Reuter ist überzeugt: „Durch die intelligente Technik macht das selbstlernende System extrem gute Prognosen.“

trackle auf der CeBIT

Die Produktion von trackle soll bald starten. Zurzeit befindet sich der Hersteller jedoch noch auf der Suche nach Geldgebern und hat deshalb eine Crowdfunding-Kampagne  gestartet. Das Ziel liegt bei 50.000 Euro. „Mit dieser Kampagne sammeln wir Geld und Vorbestellungen, um den Markteintritt so bald wie möglich realisieren zu können“, sagt Reuter. Für die langfristige Finanzierung hat sich das Unternehmen bereits die Unterstützung unter anderem der NRW.Bank sowie weitere Unterstützung aus Startup-Wettbewerben wie dem Rheinland-Pitch gesichert. Vom Beirat „Digitale Wirtschaft NRW“ wurde trackle zudem als eines der zehn innovativsten Startups vom 20. bis 24. März zur CeBIT eingeladen worden (Startup Halle “Scale 11” am DWNRW-Stand, Halle 11, B 56).