Wacom: Emotionen in Notizen einbinden

Das Wacom-System interpretiert die Hirnströme von Anwendern und bindet die Infos in deren handschriftliche Aufzeichnungen ein. (Foto: Wacom)

Zusammen mit dem Biotechnikunternehmen Neurosky  hat Wacom ein System entwickelt, das Hirnströme in handschriftliche digitale Tinte einbindet und den Gefühlszustand des Anwenders visuell darstellt.

Nach Zeit und Ort aus Geoinformationen sollen damit nun auch die Gemütszustände von Menschen in ihre handschriftlichen Aufzeichnungen eingebettet werden können. Die Software analysiert die EEG-Daten anhand eines bestimmten Algorithmus (Emotional Spectrum von NeuroSky) und misst bei emotionalen Aktivitäten sowohl die Intensität als auch die Art der Empfindung.

Das System soll kognitive Zustände wie Aufmerksamkeit, Nachdenken, Vertrautheit und andere geistige Anstrengungen ermitteln können. Die Software nutzt den speziellen Algorithmus, um gefühlsbezogene Daten aus den mittels eines Headsets ermittelten EEG-Daten herauszufiltern. Diese Daten werden mit den Informationen aus dem E-Paper des Wacom Bamboo Slate kombiniert. Das Bamboo Slate ist ein Smartpad, das es Nutzern ermöglicht, mit einem Stift auf jeder Art von Papier zu schreiben und dabei die handgeschriebenen Notizen direkt digitalisiert. Die implementierten Daten erlauben es, die Emotionen des Schreibers während des Schreibens direkt mit den Inhalten der Aufzeichnung zu kombinieren. Dadurch könnten Lesern des betreffenden Textes zusätzliche Informationen geliefert werden, um beispielsweise unklare Passagen in Textformulierungen besser deuten zu können.

„Soweit wir wissen, ist dies der erste Versuch, gefühlsbezogene Daten mit digitaler Tinte zu kombinieren, diese Informationen in Echtzeit zu analysieren und das Ergebnis auf einem Display zu veranschaulichen“, sagt Nobu Ide, Senior Vice President Technology Solutions bei Wacom und ergänzt: „Wir haben das System mittels leicht erhältlicher Hardware – einem Headset zur Erfassung von Gehirnwellen, einem Notebook-PC und einem digitalen Stift – eingerichtet.“ Damit sei die Technologie sehr kosteneffizient.