Verbände fordern eHealth-Zielbild für Deutschland

Branchenverbände wollen die schleppende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland jetzt in Fahrt bringen. (Foto: boygostockphoto - Fotolia.co)

Um die nach wie vor schleppende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland voranzubringen, muss die Bundesregierung handeln. Davon sind die Branchenverbände der industriellen Gesundheitswirtschaft überzeugt und fordern die Regierung dazu auf, ein nationales eHealth-Zielbild zu entwickeln. Durch ein solches Zielbild sollen alle Beteiligten im Gesundheitssystem eine notwendige Orientierung erhalten, so dass sie konkrete Ziele definieren und erreichen können.

Der Aufruf wird von den Verbänden BIO Deutschland, Bitkom, bvitg, BVMed, SPECTARIS, VDGH, vfa und ZVEI gemeinsam getragen. Sie fordern, das nationale eHealth-Zielbild in einem politisch moderierten Prozess ressortübergreifend und sektorübergreifend zu erarbeiten, daraus eine nationale eHealth Strategie abzuleiten und anschließend durch einen konkreten Aktionsplan flächendeckend umzusetzen. Dadurch könne die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland wesentlich gefördert werden und Deutschland wieder Anschluss an die internationale Entwicklung finden.

Schnelle Ergebnisse wichtig

Die Unterzeichner des Aufrufs setzen sich dafür ein, dass die Bundesregierung die Entwicklung des eHealth-Zielbilds als eine der ersten Aufgaben nach der Regierungsbildung angeht. Ziel der Digitalisierung des Gesundheitssystems sei es, die qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung langfristig sicherzustellen, kontinuierlich zu verbessern und dabei finanzierbar zu halten. Gleichzeitig soll durch die Digitalisierung des Gesundheitssystems Deutschland als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort ausgebaut und gestärkt werden. Der Aufruf der Verbände steht online zum Download zur Verfügung.