Telekom-KIS bereit für elektronische Gesundheitskarte

Die TI soll alle Akteure des Gesundheitswesens im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung miteinander vernetzen. (Foto: sdecoret - Fotolia.com)

Das Krankenhausinformationssystem (KIS) iMedOne der Telekom ist auf den Produktivbetrieb der Telematikinfrastruktur (TI) für die elektronische Gesundheitskarte vorbereitet. Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) hat dazu jetzt die entsprechende Freigabe erteilt. Die rund 220 Kliniken in Deutschland, die das KIS derzeit einsetzen, erfüllen damit die technischen Voraussetzungen für die Anbindung an das bundesweite Gesundheitsnetz.

„Wir freuen uns, dass wir als einer der ersten KIS-Anbieter für den Betrieb der TI bestätigt worden sind“, sagt Arndt Lorenz, Geschäftsführer Telekom Healthcare Solutions. „Unsere Kunden sind damit bereits heute auf den bundesweiten Rollout vorbereitet.“

Die TI soll in Zukunft alle Akteure des Gesundheitswesens im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung miteinander vernetzen. In Deutschland zählen dazu neben 2.000 Kliniken rund 105.000 Arztpraxen, 42.000 Zahnarztpraxen, 24.000 psychologische Psychotherapeuten sowie Krankenkassen und Apotheken. Ziel ist es, einen sicheren und reibungslosen Datenaustausch zwischen allen Beteiligten zu gewährleisten. Um sicherzustellen, dass Systeme wie iMedOne den hohen Anforderungen an Funktionalität, Sicherheit und Interoperabilität entsprechen, müssen sie das Prüfverfahren der gematik erfolgreich durchlaufen. Erst danach dürfen die Systeme in Verbindung mit den Komponenten der Telematikinfrastruktur eingesetzt werden.

T-Systems-Konnektor kommt bald

Bei der Entwicklung des Konnektors für die Telematikinfrastruktur kommt T-Systems gut voran. Bereits Anfang Oktober 2017 hat das Unternehmen ein Produktmuster bei der gematik eingereicht. Der Marktstart für den Konnektor ist für Ende des ersten Quartals 2018 geplant; er soll den Wettbewerb beim bundesweiten Gesundheitsnetz kräftig ankurbeln.