CUBRIC forscht mit Siemens-MRT

Das Cardiff University Brain Research Imaging Centre wurde jetzt von Königin Elizabeth II. feierlich eingeweiht (Foto: Cardiff University).

Das jetzt von Königin Elizabeth II. eingeweihte Cardiff University Brain Research Imaging Centre (CUBRIC) in Wales zu einer der führenden europäischen Forschungseinrichtungen für Neuro-Bildgebung werden. Hier wollen die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Ursachen neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen wie Demenz, Schizophrenie und multiple Sklerose sowie ein besseres Verständnis der Mechanismen im gesunden Gehirn gewinnen.

Unterstützt wird die Forschung durch vier Magnetresonanztomographen (MRT) von Siemens Healthineers. Sie sollen die Erkenntnisse über die Struktur, Funktion und chemische Zusammensetzung des lebenden Hirngewebes bereitstellen, die dann in die Entwicklung besserer neurologischer und psychiatrischer Behandlungen einfließen werden. Bei den im CUBRIC vorgesehenen Forschungsarbeiten kommen modernste Methoden zum Einsatz. Dazu zählen Bildgebungs- und kognitive Techniken wie mikrostrukturelle Bildgebung, funktionelle MRT und Hirnstimulation, die bei der Klärung wichtiger psychologischer und klinischer Fragestellungen genutzt werden sollen. Die Forschung soll direkte Auswirkungen auf das Verständnis neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen haben, einschließlich der Veränderungen im Gehirn, die zu Wahrnehmungsstörungen und Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit führen. „Das Cardiff University Brain Research Imaging Centre ist in Europa einzigartig und weltweit allen Einrichtungen seiner Art ebenbürtig“, sagt Professor Derek Jones, Direktor des CUBRIC und ergänzt: „Dies ist die spannendste Entwicklung, die in diesem Bereich in den letzten zehn Jahren gemacht wurde, und läutet eine neue Phase der Neuro-Bildgebung ein. Die Technologie erlaubt es uns, ein viel besseres Bild vom Aufbau des Gehirns zu gewinnen, einschließlich detaillierter Messungen der Faserbündel, die die verschiedenen Teile des Gehirns miteinander verbinden. Wir hoffen, dass wir dadurch letztendlich neue Angriffsziele für Behandlungen ermitteln können.”

Chance auf bahnbrechende Fortschritte

Dr. Bernd Montag, CEO Siemens Healthineers,: „CUBRIC verfügt über eine Reihe führender Experten auf ihrem Gebiet, kombiniert mit der weltweit leistungsstärksten Bildgebungstechnologie – damit hat es eine ausgezeichnete Chance, bahnbrechende Fortschritte zu erreichen, die die Art und Weise verändern können, in der wir neurologische Erkrankungen verstehen und behandeln.“ Eines der vier genutzten MRT-Systeme, das Magnetom Skyra Connectom 3T1, ist derzeit das einzige seiner Art in Europa. Mit Hilfe dieser fortschrittlichen Technologie können Wissenschaftler Strukturen im Mikrometerbereich untersuchen – also im Bereich eines Tausendstel Millimeters. Das System ist mit 300-mT/m-Gradientenspulen ausgestattet, die mehr als sechsmal so leistungsstark sind wie die Spulen in konventionellen MR-Systemen. Dadurch können Wissenschaftler die Gewebe-Mikrostruktur detaillierter und noch tiefgehender untersuchen.

Darüber hinaus verfügt das CUBRIC verfügt über ein Magnetom 7T1, das eine sehr hohe räumliche Auflösung sowie eine mehr als doppelt so hohe Feldstärke im Vergleich mit den meisten MR-Scannern bietet. Dadurch soll das Zentrum bisher nie gesehene Gehirnstrukturen mit perfektem Kontrast untersuchen können, um geringfügige Unterschiede in Gehirnstruktur und Gehirnfunktion bei neurologischen und psychiatrischen Störungen zu analysieren. Die beiden weiteren 3T-Systeme vom Typ Magnetom Prisma sollen die Forscher bei der Durchführung anspruchsvollster MRT-Forschungsstudien an großen Patientengruppen, von pharmazeutischen Studien und experimenteller MRT unterstützen.