Medizin-Roboter im OP noch keine Option

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Die meisten Deutschen stehen künstlicher Intelligenz in künftigen elektronischen Geräten positiv gegenüber. Die Helfer sollten allerdings den Menschen lediglich assistieren und dessen Denken nicht überflüssig machen. Das zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage „electronica-Trend-Index 2020“, die im Auftrag der Messe electronica durchgeführt worden ist.

Die Umfrageergebnisse zum Thema E-Health bestätigen diesen Trend. 82 Prozent wünschen sich elektronische Sicherheitstechnik, die älteren Menschen das Leben Zuhause sicherer machen. Neben Notrufsystemen zählen dazu beispielsweise Sturzsensoren im Boden oder intelligente Matratzen. Künstliche Hände, die den Patienten mit Bioelektronik das Tasten und Fühlen möglich machen oder implantierbare Augensensoren mit der die Sehfähigkeit verbessert wird , bewerten rund 80 Prozent als positiv. Medizin-Robotern, die im Krankenhaus Operationen durchführen, stehen die meisten (53 Prozent) jedoch noch skeptisch gegenüber. Bereits heute befürwortet die Mehrheit der Befragten (67 Prozent) jedoch den Einsatz medizinischer Wearables (67 Prozent) – also am Körper tragbare Geräte, mit denen sich Vitaldaten wie Puls, Blutzucker oder Körpertemperatur in Echtzeit aufzeichnen und auswerten lassen.

Lieber selbst ans Steuer

Auch beim Thema Auto sind die Befragten übrigens nicht bereit, die Kontrolle vollständig abzugeben. Mehr als jeder zweite Bundesbürger (54 Prozent) zeigt sich reserviert, wenn ein smartes Auto der Zukunft das Steuer übernehmen will und autonom zum Zielort fährt. Als Helfer werden solche Fahrzeuge jedoch durchaus akzeptiert. So können sich immerhin 60 Prozent der Deutschen vorstellen, dass ein intelligentes Auto wie ein Fahrlehrer den Straßenverkehr überwacht und nur eingreift, wenn der Mensch am Steuer einen Fehler macht.