Medikamente genauer dosieren

Blick auf die Stralsunder Altstadt
Blick auf die Stralsunder Altstadt: „Beste Dosierung zur Linderung von Krankheitsbeschwerden“ (Foto: danielrudolfpics/123rf.com)

Die Optimierung der Medikamentendosierung in der wissenschaftlichen Forschung ist nicht nur vor dem Hintergrund der laufenden Impfkampagne wichtig. Forschende an der Hochschule Stralsund können hierzu neue Ergebnisse vorweisen.

Im International Journal of Statistics and Probability berichten die Masterandin Caroline Kellner und Professor Dr. Lieven Kennes über ein neues Verfahren, das eine verbesserte Dosisfindung bei Medikamenten ermöglicht. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit forschte Caroline Kellner zur Wirksamkeitserkennung und Verträglichkeit bei Medikamenten in klinischen Studien. Ziel ihrer Arbeit war die Analyse des neuen Verfahrens, das eine verbesserte Dosisfindung bei Medikamenten in klinischen Test ermöglicht. „Mit Hilfe dieses Verfahrens kann besser erkannt werden, ob das Medikament Wirkung zeigt und ob es bereits die beste Dosierung zur Linderung von Krankheitsbeschwerden liefert“, erläutert Masterandin Caroline Keller.

Bessere Vorhersagegenauigkeit

Kellner wies nach, dass bereits im Vorfeld die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen durch Medikamente bei Patienten anhand dieser Methode besser eingrenzbar sind. Mit ihrer Arbeit verdeutlichte Keller, dass die Genauigkeit der Vorhersage der optimalen Dosis durch die Erhöhung eines Grenzwertes im Sicherheitsprofiltest zunimmt und insbesondere zu deutlichen Vorteilen bei der Bestimmung der Verträglichkeit führt. Ihre tiefergehende Forschung an diesem neuen Verfahren ist für die Wissenschaft und Pharmaindustrie von hoher Bedeutung.

„Diese Erkenntnis ist von großer Relevanz, denn das beste Medikament bringt wenig, wenn die Nebenwirkungen zu stark sind (…) oder im schlimmsten Fall zum Tod des Patienten führen. Die von Frau Kellner gefundenen Erkenntnisse sind somit für die Entwicklung von Medikamenten hoch relevant, da die optimale Dosis der Medikamente, universell, mit dieser Anpassung besser festgelegt werden kann“, kommentiert Professor Dr. Lieven Kennes die Forschungsarbeit.

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