Gesundheits-App mit holistischen Daten in der Testphase

Zum Testen einer neuartigen Gesundheits-App werden Nutzer von Smartphone-Apps oder Fitness-Trackern gesucht. (Foto: DFKI GmbH, Foto: Annemarie Popp)

Viele Menschen nutzen heute Smartphone-Apps oder Fitness-Tracker, um ihre Gesundheit zu optimieren. Allerdings lassen sich die dadurch entstehenden Datenmengen nur schlecht vergleichen, weil es so viele verschiedene Anbieter gibt. Ein EU-Projekt will hier Abhilfe schaffen und sucht Testpersonen.

Im Rahmen des EU-Projekt CrowdHEALTH will Forschungsbereich Cyber-Physical Systems des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit internationalen Partnern die Datenmengen bündeln und durch KI-basierte Analysen auswerten. Dazu kommt eine neue WebApp zum Einsatz. Ziel des Projekts ist es, aussagekräftige Analysen mit qualitativ hochwertigen holistischen Daten durchzuführen. Damit gemeint sind Daten aus allen Bereichen des persönlichen Wohlbefindens. Neben Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Fitness zählen hierzu auch Angaben zu sozialen Aktivitäten und Gewohnheiten.

Um diese holistischen Gesundheitsdaten („Holistic Health Record“) erfassen zu können, hat der Forschungsbereich Cyber-Physical Systems (CPS) des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz eine WebApp entwickelt, die jetzt getestet wird.Zum Testen einer neuartigen Gesundheits-App werden Nutzer von Smartphone-Apps oder Fitness-Trackern gesucht. (Foto: DFKI GmbH, Foto: Annemarie Popp) Dazu suchen die Wissenschaftler noch Testpersonen.

Anonymisierte Nutzung

Mithilfe der mobilkonformen WebApp werden ganzheitliche Daten gesammelt, die als Grundlage für die nachfolgenden Analyseverfahren unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz dienen. Laut den Forschern erfolgt die Nutzung dieser App unter einem nicht zurück verfolgbaren Pseudonym. Anwender benötigen lediglich eine E-Mail-Adresse, um sich als Testperson zu registrieren. Die Adresse wird mittels einer nicht umkehrbaren Einwegverschlüsselung gespeichert und lediglich für den Login genutzt. Alle weiteren Angaben erfolgen mithilfe des Pseudonyms. 

Neben der direkten Eingabe der gesundheitsrelevanten Daten lässt sich die WebApp auch mit dem Fitness-Tracker „FitBit“ verbinden. So können die Messergebnisse des Armbands direkt übertragen werden.

Nutzer-Feedback zur Mitgestaltung

Die Testphase der neuen WebApp des Forschungsbereiches Cyber-Physical Systems unter Leitung von Prof. Dr. Rolf Drechsler soll rund sechs Monate dauern. Aus den Tests soll eine semantische Datenbank entstehen, mit der die KI-basierten Analyseverfahren an den umfangreichen, mathematisch-logischen Daten getestet werden können. Über die WebApp können Anwender außerdem ein Feedback zu deren Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit geben.

Anmeldung zum Test

Die gewonnenen Ergebnisse aus der Untersuchung komplexer Korrelationen wie etwa zwischen dem Einkaufsverhalten, den Sportgewohnheiten und den sozialen Interaktionen der Testpersonen sollen Entscheidungsträgern in ganz Europa dienen. Dazu zählen die Institutionen der Europäischen Union ebenso wie die wissenschaftliche Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit, Behörden, Schulen und Versicherungen. Das Projekt CrowdHEALTH ist Teil des EU-Förderprogramms für Forschung und Innovation Horizont 2020 Interessierte können sich online zu der WebApp anmelden.