Firmenbündnis für die digitale Chirurgie

Händeschütteln: Brainlab arbeitet mit Magic Leap zusammen
Strategische Entwicklungspartnerschaft vereinbart: Brainlab arbeitet mit Magic Leap zusammen (Foto: © Rido/fotolia.com)

Der Münchner Medizintechnik-Spezialist Brainlab kooperiert in der Entwicklung künftig mit Magic Leap. Das in Florida ansässige Unternehmen entwickelt Lösungen für räumliches Computing (Spatial Computing), bei denen reale Wahrnehmungen durch digitale Inhalte angereichert werden.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Brainlab eine Version der Magic Leap-Technologieplattform vermarkten. Chirurgen und andere Mediziner können damit medizinische Bildgebungsdaten visualisieren und nutzen. Dabei verbindet ein Betriebssystem die Brainlab Software mit den Spatial-Computing- und experimentellen Plattformen von Magic Leap. Diese kombinierte Lösung ist offen für Dritte, die an der Entwicklung medizinischer Spatial-Computing-Anwendungen für die Chirurgie, Strahlentherapie und andere kritische Eingriffe interessiert sind.

„Mit unserem Betriebssystem ist jeder in der Lage, mehrdimensionale virtuelle Daten in reale klinische Arbeitsabläufe zu integrieren und so Präzision, Produktivität und intuitive Bedienbarkeit zu steigern”, sagt Brainlab-CEO Stefan Vilsmeier. „Wir werden Mixed Reality und Machine Learning zum Erfassen von Vitaldaten einsetzen, mit denen Ärzte ihre Behandlungen für jeden Patienten optimieren können.”

Lösung für OP und Intensivstationen folgt

Durch dieses Ökosystem für räumliches Computing wird die Verwaltung, Visualisierung, Erweiterung und Navigation diagnostischer Bilddaten für eine breite Palette klinischer Verfahren unterstützt. Die erste Version ermöglicht, interventionelle Verfahren in einer Büroumgebung zu planen und zu simulieren. Darauf aufbauend entsteht eine Lösung aus virtuellen und physischen Umgebungen für den Einsatz in Operationssälen, Strahlentherapie-Behandlungsräumen, Intensivstationen sowie in der Radiologie.