Digitales Röntgensystem reduziert Strahlenbelastung

digitales Röntgensystem
Das „EOSedge“-Röntgensystem wird in Kürze in der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg installiert (Foto: © EOS imaging)

Als erste Klinik in Deutschland wird die Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg ein neues, digitales Röntgensystem in Betrieb nehmen. Es ermöglicht Ganzkörperaufnahmen bei einer deutlich reduzierten Strahlenbelastung und mit verkürzten Untersuchungszeiten. 

Das neuartige Röntgen-System „EOSedge“ wurde erst im Dezmber 2019 auf dem Radiologie-Kongress (RSNA) in Chicago vorgestellt. Die Inbetriebnahme des Röntgensystems ist für Anfang nächsten Jahres in der Hamburger Klinik geplant.

„Wir sind stolz darauf, dass Asklepios das neueste Röntgengerät der innovativen EOS-Generation in der Asklepios Klinik St. Georg installieren kann, nachdem wir in unserer Paulinen Klinik in Wiesbaden bereits seit einigen Jahren positive Erfahrungen mit dem Vorgängermodell gemacht haben“, sagt Professor Dr. Christoph U. Herborn, Chief Medical Officer der Asklepios Kliniken Gruppe.

Exakte 3D-Aufnahmen des Skeletts

Radiologen, Orthopäden und Unfallchirurgen erhalten mit Hilfe des digitalen Röntgensystems des Medizintechnikunternehmens EOS Imaging verzerrungsfreie Bilder und präzise anatomische Daten der Patienten. Der Patient befindet sich während der Untersuchung stehend oder sitzend in einem offenen Kabinen-Design. Das Röntgensystem scannt den Körper simultan frontal und lateral und ermöglicht so eine genaue Front- und eine exakte Seitenansicht des muskuloskelettalen Systems. Dies ermöglicht es den Ärzten, exakte 3D-Modelle des Skeletts zu erstellen und aus unterschiedlichen Winkeln zu beurteilen.

„Das neue, innovative Röntgensystem verbessert die Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle erheblich. Operationen können durch die verbesserte Erfassung der Winkel- und Achsverhältnisse künftig noch viel präziser geplant werden,“ erläutert Dr. Sven Nagel, Chefarzt der Wirbelsäulen- und Skoliosechirurgie der Asklepios Kliniken St. Georg und Wandsbek. „Zudem profitieren unsere Patienten durch das neue Röntgensystem von verkürzten Untersuchungszeiten und einer deutlich reduzierten Strahlenbelastung. Das ist vor allem für Patienten wichtig, die engmaschig untersucht werden müssen,“ sagt der Chefarzt. Das System verfügt über eine neue spezielle Technologie, mit der die Strahlendosis während des gesamten Scanvorgangs entlang des Patientenkörpers moduliert wird.

Ganzheitliche Beurteilung und Behandlung als Ziel

Zum Einsatz kommt das System insbesondere zur Beurteilung von Verletzungen, Veränderungen und Deformitäten der Wirbelsäule wie Skoliosen, von Hüft- und Kniegelenken, von Muskel- und Skelettstrukturen sowie von Becken- und Beinfehlstellungen. In der Asklepios Klinik St. Georg arbeiten Neuro- und Unfallchirurgen, orthopädische Chirurgen, Schmerz- und Physiotherapeuten sowie Orthopädietechniker interdisziplinär zusammen. Erreicht werden soll damit eine ganzheitliche Beurteilung und Behandlung der Patienten.