Assistenz-Roboter hört aufs Wort

Assistenz-Roboter Joey
Assistenz-Roboter Joey: Produktion im 3D-Druckverfahren in Mikrofabriken (Foto: Jinn-Bot Robotics & Design GmbH)

Ein in der Schweiz entwickelter Assistenz-Roboter versteht gesprochene Sprache und kann Kaffee servieren. Der sprechende Roboter gibt allgemeine Auskünfte und erledigt auch Botengänge.

Die beiden Schweizer Unternehmen Spitch AG und Jinn-Bot Robotics & Design haben den Assistenz-Roboter Joey gemeinsam entwickelt. Die Roboter-Funktionalität stammt von Jinn Bot, die eingebaute Spracherkennung von Spitch. Das sprechende Gerät in menschenähnlicher Gestalt versteht gesprochene Sprache und reagiert artig auf Kommandos – serviert frischen Kaffee oder sagt vorher, wie das Wetter wird.

Kein Pflegeroboter

Der Roboter kommt bereits in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in der Schweiz zum Einsatz. Er ist explizit nicht als Pflege-Roboter konzipiert, sondern wurde für generelle Aufgaben wie den Getränkeservice, Botengänge und allgemeine Auskünfte entwickelt. Produziert wird Joey im 3D-Druckverfahren in Mikrofabriken in der Nähe seines geplanten Einsatzortes. Dadurch kann jedes einzelne Modell flexibel an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

In der Schweiz versteht und parliert Joey übrigens Schwizerdütsch. Für den Einsatz in Deutschland kann er aber auch ohne weiteres Hochdeutsch sprechen. Zudem stehen weitere Sprachen zur Auswahl. „Joey stellt ein gelungenes Beispiel dar, wie die Kommunikation in gesprochener Sprache und sogar in Dialekten die Mensch-Maschine-Schnittstelle derart vereinfacht, dass es Spaß macht, mit einem Computer zu reden“, sagt Bernd Martin, Deutschland-Verantwortlicher bei Spitch. Spitch entwickelt und offeriert Sprachsysteme für Unternehmen und Behörden. Auf der Kundenliste stehen etwa die Schweizer Bundesbahnen SBB und Swisscom.

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