Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag

Gesundheitsminister Hermann Gröhe mit zwei Protagonisten der Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2016
Gesundheitsminister Hermann Gröhe (m.) mit Alexandra Frings und Björn Beck, zwei Protagonisten der aktuellen Kampagne. (Foto: © Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA, Köln)

Drei HIV-positive Menschen geben in diesem Jahr der Kampagne zum Welt-AIDS-Tag #positivzusammenleben ihr Gesicht – stellvertretend für alle Menschen mit HIV. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führen zusammen mit der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS Stiftung die Gemeinschaftskampagne #positivzusammenleben durch, um mit Information zu HIV einer Diskriminierung entgegenzuwirken.

Die Gesichter der diesjährigen Kampagne sind drei von aktuell rund 85.000 Menschen, die in Deutschland mit HIV leben. Diese drei haben aufgrund ihrer HIV-Erkrankung in ihrem Alltag Diskriminierung erlebt und setzen sich deshalb öffentlich für mehr Akzeptanz und gegen Ausgrenzung ein.

Aufklärung gegen Diskriminierung

Fehlendes Wissen ist einer der Hauptgründe für Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV. Hierzu erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA: „Wichtig ist, mit kontinuierlicher Aufklärung und Information zu den HIV-Übertragungsrisiken unbegründete Ängste abzubauen, damit Ausgrenzung und Diskriminierung von HIV-positiven Menschen bald der Vergangenheit angehören. Das HI-Virus gehört zu den Krankheitserregern, die beim Umgang im Alltag nicht übertragen werden. Beim Sex schützen Kondome vor einer Ansteckung. Eine HIV-Therapie bietet ebenfalls einen Schutz vor Ansteckung unter der Voraussetzung, dass die Viruslast beziehungsweise die Zahl infizierter Zellen in den Körperflüssigkeiten und Schleimhäuten unter der Nachweisgrenze liegt.“

HIV kann nach wie vor jeden treffen

Dank moderner Medikamente haben die meisten HIV-positiven Menschen mittlerweile eine annähernd normale Lebenserwartung. Sie können ihren beruflichen Alltag und ihre Freizeit gestalten wie andere auch. Trotzdem sind die Ansichten zu HIV in der Bevölkerung häufig von Ängsten vor einer Ansteckung und von Vorurteilen geprägt. Dies kann dazu führen, dass Menschen mit HIV ausgegrenzt werden und dann ein normales gesellschaftliches Leben für sie oft nur mit Einschränkungen möglich ist. Alexandra, eine weitere Protagonistin von #positivzusammenleben, ist der Ansicht, dass gegenüber HIV-Infizierten moralische Bewertungen keinen Platz haben sollten: „Schuldzuschreibungen zum Thema HIV finde ich verkehrt. Denn HIV ist etwas, das jedem passieren kann.“

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