5.000. NAKO-Studienteilnehmerin begrüßt

Studienteilnehmerin Dr. Sibylle Pawlowski mit Nina Ebert, Leiterin des NAKO-Studienzentrums am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf
Dr. Sibylle Pawlowski (l.) ist die 5000. Studienteilnehmerin der NAKO-Gesundheitsstudie. Nina Ebert, Leiterin des NAKO-Studienzentrums am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf, begrüßte die Teilnehmerin. (Foto: DDZ)

Krebs, Diabetes, Herzinfarkt: Warum wird der eine krank, der andere aber bleibt gesund? Das ist die zentrale Frage, die die NAKO beantworten möchte.

Es kann als gesichert gelten, dass bestimmte Lebensstil-Faktoren, wie beispielsweise Rauchen, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und fehlende körperliche Aktivität eine wichtige Rolle bei der Entwicklung chronischer Erkrankungen spielen können. Die genauen Zusammenhänge sind jedoch immer noch unklar und werden in der bundesweit größten deutschen NAKO-Gesundheitsstudie untersucht.

Nach einem Zufallsverfahren wurde Dr. Sibylle Pawlowski vom Einwohnermeldeamt der Stadt Düsseldorf ausgewählt und angeschrieben. „Es ist toll, dass Frau Dr. Pawlowski bei der NAKO-Gesundheitsstudie teilnimmt und mit Gesundheitsdaten dazu beiträgt, Risikofaktoren für Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs und Diabetes zu identifizieren“, freut sich Nina Ebert, Leiterin des NAKO Studienzentrums am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ). Das Studienzentrum in Düsseldorf wird gemeinsam mit dem IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung betrieben.

Insgesamt werden deutschlandweit in 18 Studienzentren 200.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger im Alter von 20-69 Jahren umfassend medizinisch untersucht und nach ihren Lebensgewohnheiten befragt. „Die meisten Studienteilnehmer sind neugierig, interessiert und wollen der Gesellschaft mit ihrer Teilnahme etwas zurückgeben“, ergänzt Prof. Oliver Kuß, Wissenschaftlicher Leiter des NAKO-Studienzentrums Düsseldorf. Vor allem die eigenen Untersuchungsergebnisse sind von großem Interesse. Jeder kann sich und seinen Körper ausprobieren und etwas über seine Gesundheit erfahren.

Birnen- oder Apfeltyp

Während des rund vierstündigen Untersuchungsprogramms durchlaufen die Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer verschiedene Stationen. Körperliche Aktivität, Rauchen, Ernährung, Beruf: Die Befragung dient dazu den Lebensstil unter die Lupe zu nehmen. Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Gedächtnistests ergänzen diesen Teil.

Bei den Untersuchungen in Düsseldorf geht es unter anderem in einen Körperscanner. In diesem wird anhand von etwa 200 verschiedenen Messwerten die Fettverteilung im Körper analysiert. Denn diese spielt bei der Entstehung von Stoffwechsel- und Herz-Kreislauferkrankungen eine entscheidende Rolle. Birnen- oder Apfeltyp als Körper-Subtypen? – Die androide Fettverteilung bei Männern rund um Bauch und Taille (Apfeltyp), führt zu einem viel höheren Risiko an Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder Herzinfarkt zu erkranken und damit früher zu sterben.

Die Handkraftmessung gilt als Indikator für die körperliche Fitness. Je nach Altersgruppe zeigen die Werte im Vergleich zu Altersgenossen, wie fit der jeweilige Studienteilnehmer ist. Dr. Sibylle Pawlowski hat auch einen oralen Glukosetoleranz-Test (oGTT, Zuckerbelastungstest) absolviert. Dieser dient dem Nachweis eines gestörten Glukosestoffwechsels (Glukosetoleranzstörung) und der Diagnostik des Diabetes mellitus.

Standardisierte Tests

Die Untersuchungen und Befragungen im Rahmen der NAKO-Gesundheitsstudie werden in allen 18 Studienzentren nach identischen Ablaufplänen und standardisiert durchgeführt. So ist gewährleistet, dass die erhobenen Daten miteinander vergleichbar sind. Durch die Erhebung der Gesundheitsdaten werden in einigen Jahren belastbare Ergebnisse vorliegen, die die Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Demenz verbessern. Seit kurzem (Oktober 2017) läuft der postalische Follow-Up der NAKO-Teilnehmer. Diesen führt in Düsseldorf das IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung durch.