Videosprechstunde in der Dermatologie

Die Videosprechstunde erspart dem Patienten den überflüssigen Anfahrtsweg, den Zeitaufwand und die Strapazen eines Termins in der Arztpraxis. (Foto: CGM Medical Deutschland)

Dermatologen können künftig die Entwicklung einer Hauterkrankung oder den Heilungsprozess einer Wunde bei ihren Patienten elektronisch überwachen. Nach einer Diagnosestellung und Therapieempfehlung vor Ort in der Praxis soll dazu die Videosprechstunde Clickdoc zur Betreuung der Patienten zum Einsatz kommen.

Clickdoc ist ein für jeden Arzt verfügbarer Dienst von CompuGroup Medical (CGM). Hat der Dermatologe bei der Eingangsuntersuchung sowohl Diagnose als auch Therapie persönlich mit dem Patienten besprochen, kann dieser danach die Videosprechstunde besuchen. Therapeutische Erfolge, Medikationsanpassungen oder auch eine Patientenschulung im Verlauf einer längeren Behandlung lassen sich so vertraulich via PC, Notebook oder Tablet besprechen. 

Fördermöglichkeiten

Der Einsatz der Videosprechstunde kann dem Arzt zudem finanzielle Vorteile bringen. So haben sich die gesetzlichen Krankenkassen seit dem 1. Oktober 2019 dafür ausgesprochen, eine Anschubfinanzierung für Ärzte zu bewilligen, die Videosprechstunden einsetzen. Die Fördermöglichkeit gilt für zwei Jahre und erfolgt als Zuschlag über die Gebührenordnungsposition (GOP) 01451 (Bewertung: 92 Punkte / 9,95 Euro). Sie kann bis zu 500 Euro pro Arzt und Quartal betragen. Abgerechnet werden können die Ziffern 01439, 01450 und 01451. 

Schneller Austausch ohne Vor-Ort-Termin

Für Patienten erübrigt sich der Anfahrtsweg in die Praxis. Gleichzeitig entlastet die Videosprechstunde das Praxispersonal und beschleunigt die Abläufe in der Praxis, da Empfang und Betreuung eines Patienten vor Ort nicht mehr notwendig sind. Durch die Möglichkeit von Konferenzschaltungen können Ärzte bei Bedarf auch Angehörige des Patienten oder einen Arzt-Kollegen in die Videosprechstunde miteinbinden. Auf diese Weise ist ein unkomplizierter und ortsunabhängiger Austausch auf elektronischem Weg möglich, weitere Termine in der Arztpraxis müssen dazu nicht in Anspruch genommen werden.

 „Mit der Videosprechstunde haben wir eine Win-Win-Situation für Arzt und Patient“, sagt Alexander Boschuk, General Manager Clickdoc Deutschland. Die Dermatologie sei ein überwiegend visuelles Fachgebiet. Hautärzte könnten viele ihrer Diagnosen bereits durch eine Begutachtung der Haut stellen. „Die Videosprechstunde bietet ihnen deshalb den Vorteil, dass bei relativ eindeutigen Hauterkrankungen, wie z. B. Ekzemen oder Nesselsucht, schnell beurteilt werden kann, ob nach der Behandlung eine Verbesserung eingetreten ist oder nicht. Patienten wiederum erhalten mit der Videosprechstunde eine schnelle Rückmeldung, ob die Therapie angeschlagen hat und müssen in diesem Fall nicht mehr den Weg zur Praxis auf sich nehmen”, so Boschuk weiter.

Offene Version verfügbar

Basis für die Clickdoc Videosprechstunde ist die TÜV-zertifizierte Videosprechstundensoftware CGM ELV. Sie erfüllt alle Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Software ist bereits Bestandteil der Arztinformationssysteme der CompuGroup Medical. Zudem ist sie in einer offenen Version für alle Ärzte verfügbar. Interessierte können sich online einen Testzugang einrichten und den Service testen.