Telekom zeigt Bundesgesundheitsminister „Visite 2.0“

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Mitte) machte sich im Lukaskrankenhaus Neuss ein Bild von der „Visite 2.0“ (Foto: Deutsche Telekom).

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat sich jetzt über das Projekt „Visite 2.0“ im Lukaskrankenhaus in Neuss informiert. Bei diesem Projekt werden Tablets eingesetzt, um die Arbeitsprozesse zu erleichtern und die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern.

Von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren Ärzte und Pfleger ebenso wie Patienten, da alle behandlungsrelevanten Informationen in Echtzeit am Krankenbett verfügbar sind. Im Dezember hatte Gröhe unter anderem mit dem E-Health-Gesetz die Grundlage dafür geschaffen, dass sich Ärzte, Krankenhäuser und Kassen künftig digital austauschen können. „Die ‚Visite 2.0’ im Lukaskrankenhaus in Neuss ist ein tolles Beispiel, wie durch den Einsatz von Informationstechnik die Patienteninformation verbessert und Übertragungsfehler vermieden werden können”, so der Bundesgesundheitsminister. Auch für Dr. Nicolas Krämer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses, hat das System viele Vorteile: „Unter anderem entfällt die zeitaufwändige Suche nach Dokumenten, Bildern oder Laborwerten. Deshalb können unsere Ärzte sich jetzt noch besser auf das Wesentliche konzentrieren – die Behandlung des Patienten.“

Telekom-Technik im Einsatz

Die Technik in der Neusser Klinik basiert auf dem Krankenhaus-Informationssystem iMedOne sowie der App iMedOne Mobile, die von der Telekom Healthcare Solutions entwickelt und implementiert werden. Jeweils ausgestattet mit einem iPad mini haben bislang rund 150 Ärzte und 50 Pflegekräfte an jedem Ort in der Klinik Zugriff auf alle klinischen Patientendaten. Papierakten, wie sie in der überwiegenden Mehrzahl der rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland noch verwendet werden, sollen im Lukaskrankenhaus schon bald der Vergangenheit angehören.

Mit den mobilen Geräten tragen Ärzte und Pflegekräfte Vitalwerte direkt am Krankenbett ein, passen die Medikationen an, ändern Befunde, fotografieren Wunden oder erläutern Patienten direkt am Bett beispielweise anhand von Röntgenbildern ihren Gesundheitszustand . Der schnelle Datenzugriff in Echtzeit soll dabei helfen Fehler zu vermeiden, die Qualität der Dokumentation und Pflege erhöhen und mehr Zeit für die Patientenbetreuung schaffen.

Telekom-Vorstand Reinhard Clemens hat Minister Gröhe beim Besuch in Neuss begleitet. Er ist davon überzeugt: „Die Digitalisierung wird alle Lebensbereich fundamental verändern, auch die Gesundheitsbranche. Das geht nur mit einem zuverlässigen und sicheren Netz.“