Software für bessere Schmerztherapie

Mobi Note-Software auf Tablet-PC
Mobi Note-Software auf Tablet-PC: „Für jeden einzelnen Patienten das bestmögliche Schmerzmanagement“ (Foto: smart-Q Softwaresysteme GmbH)

Eine neue Qualitätsrichtlinie verpflichtet Krankenhäuser zu höheren Standards bei der Versorgung von postoperativen Schmerzen. Das Klinikum Bayreuth setzt dafür auf die Software Mobi Note.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im September 2020 beschlossen, die Richtlinie über Anforderungen an ein Qualitätsmanagement zu verändern: Die neue Qualitätsrichtlinie verpflichtet Krankenhäuser zu höheren Standards bei der Versorgung von postoperativen Schmerzen.

Die Realität sieht indes häufig noch anders aus. In vielen Einrichtungen werden postoperative Akutschmerzen noch auf Papier vermerkt, was fehleranfällig ist. Bald werden Herangehensweisen wie diese aufgrund der verbindlichen Qualitätsmanagement-Richtlinie nicht mehr möglich sein. 

Das Klinikum Bayreuth setzt deshalb seit Sommer 2020 auf die Software Mobi Note, denn nach der Richtlinie können auch bestehende, ältere Softwarelösungen ungenügend sein. Krankenhäuser müssen also ein besseres Schmerzmanagement etablieren. Dafür sorgen Professor Dr. med. Jörg Reutershan und sein Team vom Schmerzdienst des Klinikums Bayreuth mithilfe der neuen Software: „Mit Mobi Note haben wir immer handfeste Daten, mit denen wir für jeden einzelnen Patienten das bestmögliche Schmerzmanagement finden. Die neue Qualitätsrichtlinie haben wir damit schon längst umgesetzt.“

Die neue Richtlinie zielt darauf ab, dass die Einschätzung des individuellen Schmerzlevels für jeden Patienten auf Grundlage eines wissenschaftlich fundierten Fragebogens erfolgen muss. Außerdem muss das Schmerzmanagement künftig bürokratiearm konzipiert sein. Messwerte sollten also bestenfalls nur einmal digital dokumentiert und dann über eine sichere Schnittstelle in andere wichtige Systeme übermittelt werden. So dient die Schmerzerfassung etwa der Qualitätssicherung und dem Controlling im Krankenhaus.

Browserbasierte Nutzung auf Tablets

Diesen Anforderungen gerecht wird das Klinikum Bayreuth mit der Mobi Note-Software. Der Akutschmerzdienst setzt die browserbasierte Anwendung auf Tablets ein und hat so bei Bedarf stets Zugriff auf verschiedene validierte Fragebögen zur Schmerzerfassung. Zusätzlich sind weitere Fragebögen, zum Beispiel eigens erstellte Patientenumfragen möglich, sodass die Software auch jenseits des Schmerzmanagements Nutzen stiftet. Alle Ergebnisse werden in einer digitalen Akte synchronisiert, die über eine Schnittstelle mit dem Krankenhausinformationssystem und anderen Anwendungen verbunden ist.