Monitoring zur Wahrnehmung von COVID-19

Prof. Dr. Cornelia Betsch leitet das „COVID-19 Snapshot Monitoring“. (Foto: Marco Borggreve)

Das Robert-Koch-Institut betreibt zurzeit gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern ein „COVID-19 Snapshot Monitoring“ (COSMO). Es ermittelt einmal pro Woche in einer Online-Live-Umfrage, wie Menschen subjektiv die Risiken des COVID-19-Virus wahrnehmen, welche Gegenmaßnahmen bekannt sind, welche davon bereits angewandt oder abgelehnt werden.

Die Leitung übernimmt Prof. Dr. Cornelia Betsch, Heisenberg-Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt. Ziel des Projekts ist es, in regelmäßigen Abständen einen Eindruck von der „psychologischen Lage“ der Bevölkerung zu erhalten. Die gewonnen Erkenntnisse sollen den Verantwortlichen dabei helfen Kommunikationsmaßnahmen und die Berichterstattung so auszurichten, dass die Bevölkerung korrektes, hilfreiches Wissen erhält. Zudem sollen sie dazu beitragen, Falschinformationen und Aktionismus vorzubeugen.

Schutz reicht nicht aus

Die Ergebnisse der beiden Umfragen der vergangenen Wochen zeige, dass die Menschen bereits in weiten Teilen über COVID-19 informiert sind. Sie ergreifen zwar erste Schutzmaßnamen wie etwa soziale Distanzierung, das jedoch weiterhin nicht in ausreichendem Maß. 

Die Bereitschaft sich so einzuschränken, dass der Ausbruch durch das deutsche Gesundheitssystem noch zu bewältigen ist, ist jedoch überraschend hoch. Sie ist allerdings noch größer, wenn kommuniziert wird, dass mit den eigenen Einschränkungen andere geschützt werden, die schwerer betroffen sein könnten. Zudem ist ein Großteil der Menschen bereit sich einzuschränken oder eingeschränkt zu werden.

1.000 Personen pro Umfragerunde

Jeweils 1.000 Personen werden pro Umfragerunde werden mit einem Online-Fragebogen befragt. Die Stichproben werden so gezogen, dass sie der Verteilung von Alter, Geschlecht und Bundesland in der deutschen Bevölkerung entsprechen. 

Das Konsortium ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Erfurt, des Robert Koch-Instituts, des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation, des Science Media Center, des Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und des Yale Institute for Global Health. 

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