Mit smarten Patientenarmbändern gegen Diebstahl  

Patientenarmbänder mit integriertem RFID-Chip sollen Diebstähle in Krankenhäusern verhindern. (Foto: Mediaform Informationssysteme GmbH)

In vielen Krankenhäusern werden Diebstähle zunehmend zum Problem. Patientenarmbänder mit eingebautem RFID-Chip sollen künftig dafür sorgen, dass das persönliche Eigentum von Patienten während eines Klinikaufenthalts sicher aufbewahrt wird.

Während eines stationären Aufenthaltes haften Kliniken nach deutscher Gesetzgebung nicht für die persönlichen Wertgegenstände ihrer Patienten. Dennoch bleibt neben dem Aufwand bei der Klärung von Schadensfällen auch der mögliche Imageverlust. Insbesondere bei operativen Eingriffen ist eine ausreichende Sicherung der persönlichen Wertgegenstände von Patienten unabdingbar.

Abhilfe schaffen soll die erweiterte Version des Armilla-Patientenarmbandes von Mediaform. Das Armband enthält einen nicht sichtbaren RFID-Chip mit 18-stelliger Seriennummer. Patienten können sich mit Hilfe der Radiofrequenztechnik (RFID) berührungslos authentifizieren und erhalten so zum Beispiel direkten Zugang zu einem Rollcontainer mit elektronischem Schließsystem direkt an ihrem Bett. Da jeder Chip einmalig ist, wird gewährleistet, dass kein anderes Patientenarmband Zugriff auf den Schrank hat. Wird der Patient entlassen, ist der Schrank automatisch frei für die nächste Nutzung. Ein administratives Eingreifen von Klinikseite ist dazu laut Hersteller nicht erforderlich. Das Schließsystem soll sich ohne Anpassung in jeden beliebigen Rollcontainer integrieren lassen, auch das Implementieren von zusätzlicher Hard- oder Software ist nicht notwendig.

Die Armilla-Patientenarmbänder sind antiallergisch und als Medizinprodukt mit CE-Kennzeichnung anerkannt. Zudem erfüllen sie die Biokompatibilitätsuntersuchung nach DIN EN ISO 10993-5:2009-10 und sind sowohl wasser- als auch desinfektionsmittelresistent. Neben der Patientenidentifizierung und der sicheren Verwahrung von Wertgegenständen können die Armbänder auch für weitere Anwendungen eingesetzt werden. Dazu zählt zum Beispiel die Zutrittskontrolle – insbesondere in Hochrisikobereichen wie der Transfusions- oder der Intensivmedizin sowie bei der OP-Schleusung. Aber auch das Öffnen von getrennten Patienten- und Mitarbeitertoiletten, das laut Krankenhausbauverordnung auf jeder Etage vorgeschrieben ist, kann mit dem Einsatz von RFID-Patientenarmbänder sichergestellt werden.