Altenpflege 2017 zeigt Healthcare-IT

Messehalle 3A, Messegelände Nürnberg
Auf dem Nürnberger Messegelände findet auch in diesem Jahr wieder die Fachmesse „Altenpflege 2017“ statt (Foto: NuernbergMesse / Heiko Stahl)

Im Bereich der Altenpflege werden moderne Kommunikationslösungen immer wichtiger. Diesen Trend haben deutsche Hersteller und Systemhäuser erkannt. Auf der Messe „Altenpflege 2017“ zeigen sie ihre Lösungen.

Pflegekräfte, Heimleiter und Start-ups treffen sich vom 25. bis 27. April 2017 auf dem Nürnberger Messegelände zur Fachmesse „Altenpflege 2017“, die als Leitmesse der Pflegewirtschaft gilt. Rund 600 Aussteller zeigen auf über 40.000 Quadratmetern Dienstleistungen und Produkte für die stationäre und ambulante Pflegewirtschaft.

Neben Themen wie Pflege & Therapie oder Textil & Hygiene werden hier auch topmoderne IT- und Kommunikationslösungen für den Healthcare-Bereich vorgestellt. Absolut zuverlässige und effizient einsetzbare Techniklösungen werden immer wichtiger in einem Markt, der aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich zulegen wird. So wird die Zahl der 65-Jährigen und Älteren rasant ansteigen, weil nach 2020 die geburtenstarken Jahrgänge in dieses Alter kommen. Im Jahr 2060 wird jeder dritte Bundesbürger mindestens 65 Jahre alt sein – jeder Siebte wird sogar 80 Jahre oder älter sein.

 Pflegebedarf wächst

Parallel wird die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigen. Ende 2017 soll sie die Marke von drei Millionen Menschen übersteigen, bis 2030 ist mit 3,4 Millionen Pflegebedürftigen zu rechnen. Auch wenn davon heute rund zwei Drittel zu Hause versorgt werden, wird der Bedarf an Alten- und Pflegeheimplätzen in den kommenden Jahren deutlich steigen, ebenso wie an ambulanten Pflegeeinrichtungen. Gefördert werden dabei insbesondere kleinere Pflegeeinrichtungen. So muss beispielsweise im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen ab 2018 eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent erfüllt werden. Für neue Pflegeeinrichtungen gilt zudem eine 80-Platz-Obergrenze.

Um die wachsende Zahl der Senioren effizient, aber auch absolut zuverlässig zu betreuen, ist der Einsatz von zeitgemäßer Technik unerlässlich. Realisieren lassen sich aktuelle Anforderungen dabei mit Technik »Made in Germany«. Der im niedersächsischen Cremlingen ansässige Hersteller von Kommunikationssystemen Auerswald hat den Healthcare-Trend erkannt und baut sein Angebot für Altenheime, Pflegeeinrichtungen und Kliniken kontinuierlich aus. Auf der Altenpflege 2017 in Nürnberg zeigt das Unternehmen, welche Lösungen mit der heutigen Technik realisiert werden können.

Komplettlösung für Senioreneinrichtungen

Um den Anwendern ein Komplett-Paket schnüren zu können, setzt Auerswald nicht nur auf die eigene Technik, sondern auch auf Produkte von bekannten Drittanbietern. Der Kunde erhält dabei die auf seine Bedürfnisse abgestimmte Lösung grundsätzlich aus einer Hand. Bei allen Rückfragen oder Änderungswünschen muss folglich nur ein Ansprechpartner kontaktiert werden.

Ein solcher Spezialist, der den Healthcare-Markt bereits erfolgreich betreut, ist Auerswald Premium-Partner Rust Elektrobedarf aus Verden (Aller). Das Unternehmen hat beispielsweise die Pflegeeinrichtung Haus Eichenhof in Kirchlinteln mit einer neuen Lösung ausgestattet. Die private Senioreneinrichtung zählt 46 Bewohnerinnen und Bewohner, die in sieben Doppelzimmern und 32 Einzelzimmern untergebracht sind. Neben den Bewohnern sind hier 13 Mitarbeiter (Pflegepersonal, Heimleitung, Geschäftsführung) beschäftigt und somit täglich anwesend.

Sekundengenaue Abrechnung

Ein veraltetes System des früheren Herstellers Siemens ersetzte Rust Elektrobedarf durch den Kommunikationsserver „COMmander 6000RX“. Das Produkt überzeugte die Heimleitung insbesondere aufgrund des modularen Aufbaus. In Kombination mit einer Lichtnotrufanlage und einem Alarmserver steht hier jetzt eine leistungsfähige Lösung für Mitarbeiter und Bewohner zur Verfügung. Als besonders vorteilhaft bezeichnet es Geschäftsführerin Ulrike Schlüter, dass sich mit Hilfe der Lösung Gespräche sekundengenau abrechnen lassen. Sicherheitstechnische Mechanismen wie beispielsweise Notrufe lassen sich sicher verwalten.

Auf der Fachmesse Altenpflege 2017 stellt Auerswald (Halle 1, Stand B35) eine ähnliche Lösung wie die in der Senioreneinrichtung verwendete Variante vor. Kernbestandteile sind hier neben der topmodernen IP-Kommunikationsplattform COMpact 5500R der Alarmserver Pointomega RedOne zur Anbindung von Patientenrufsystemen und ein Lichtrufsystem von Ilper. Ein hochskalierbares Multizellen-IP-DECT-System sorgt für optimale Erreichbarkeit selbst unter erschwerten (baulichen) Bedingungen. Den Mitarbeitern im Pflegebereich werden Textinformationen zur Alarmierung angezeigt (z. B. „Alarm Zimmer 12“). In Kombination mit dem Lichtrufsystem ergibt sich eine komplette Lösung für moderne Altenheime, Pflegeeinrichtungen und Kliniken mittlerer Größe.

Messe „Altenpflege 2017“
Wann? 25. bis 27. April

Wo? Messezentrum Nürnberg

Anfahrt ab Nürnberg Hbf mit U-Bahn Linie 1 in Richtung Langwasser; Fahrtzeit acht Minuten bis Haltestelle „Messe“; Einzelticket Zone A

Was? Vorträge, Workshops, Seminare, Produktpräsentationen und Diskussionen rund um das Thema Pflege

Tagesticket: 16 Euro (Tageskasse) bzw. 13 Euro (Ticket Onlineshop).

Internet: altenpflege-messe.de