Erster Kongress über Tele-Intensivmedizin

Der 1. Kongress „TELnet@NRW“ zeigt aktuelle Ergebnisse aus dem gleichnamigen Innovationsfond, einem sektorübergreifenden digitalen Netzwerk in der Intensivmedizin und Infektiologie. Vorgestellt werden Erfahrungsberichte direkt von den beteiligten Kooperationskrankenhäusern und Arztnetzen. Veranstalter sind die Konsortialpartner des Projekts: Die Uniklinik RWTH Aachen, das Universitätsklinikum Münster, das Ärztenetz MuM Medizin und Mehr eG in Bünde, das Gesundheitsnetz Köln-Süd e. V., die Techniker Krankenkasse, die Universität Bielefeld und das ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin.

Begrüßt werden die Teilnehmer am 7. März 2018 vom Kongress-Gastgeber Universitäts-Professor Dr. med. Dr. phil. Robert Nitsch, seines Zeichens Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster. Im weiteren Programm des TELnet@NRW-Kongresses berichten unter anderem Christian Baudis, ehemaliger Chef Google Deutschland, über die Notwendigkeit von Innovationen im Gesundheitswesen und die Wirkung des Innovationsfonds als Instrument zur Förderung sektorübergreifender Versorgungsangebote. Es folgen Erfahrungsberichte beteiligter Ärzte aus Kooperationskrankenhäusern und -praxen, die einen Überblick zum aktuellen Stand des Projektes geben. Über Schaltungen in beteiligte Kliniken können die Teilnehmer live verfolgen, wie Tele-Visiten und -Konsile im Projekt ablaufen. Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Eingeladen sind alle Interessierten aus den Bereichen der Gesundheitsversorgung, Selbstverwaltung, Wissenschaft und Politik. Anmeldungen sind möglich unter www.telnet.nrw/kongress/

Telemedizinisches Netzwerks als Ziel

Eine schnelle Diagnose und Therapie können insbesondere in der Intensivmedizin lebensrettend sein.  Ziel von TELnet@NRW ist daher der Aufbau eines sektorübergreifenden telemedizinischen Netzwerks für Intensivmedizin und Infektiologie. Auf diese Weise sollen klinische und medizinische Strukturen und Prozesse so optimiert werden, dass Behandlungsqualität und Effizienz der Patientenversorgung messbar steigen. Anfang 2017 ging TELnet@NRW unter der Leitung der Uniklinik RWTH Aachen (Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA) mit dem Universitätsklinikum Münster als regional übergeordnetem Konsortialpartner für das Münsterland an den Start – mit Erfolg: Zwischenzeitlich sind über 30.000 Patienten im Projekt erfasst und telemedizinisch betreut worden. Eine speziell eingerichtete Telematik-Infrastruktur ermöglicht regelmäßige Tele-Konsile zwischen den universitären Experten der Telemedizinzentren Aachen und Münster sowie den Partnern aus den Kooperationskrankenhäusern und Praxisnetzwerken. Das Projekt wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert.